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Punktlos in Genthin

Kollektiv Benjamin B. in Genthin
Kollektiv Benjamin B. in Genthin

Am 04.02.2018 trafen unsere Feuervögel nach großer Absagewelle mit 7 Spielern in Genthin auf den Ausrichter und den USV Halle. An diesem Spieltag wurde viel von unseren Leipzigern abverlangt, denn man musste zweimal in Folge spielen und das dritte Spiel als Unparteiische leiten. An dieser Stelle ein Danke an Tobias und Stefan für ihre Leistungen als Schiedsrichter.

Im ersten Spiel des Tages begann man unkonzentriert und kassierte in den ersten 11 Minuten 3 Tore durch konsequente Genthiner. Ab diesem Zeitpunkt konnte das Leipziger Team mehr Akzente setzen und effektiver gegen die Genthiner verteidigen. Im Zuge dieses Erstarkens konnte Stefan in der 16. Spielminute das erste Tor auf Seiten der Feuervögel verbuchen. Die Qualität des Leipziger Spiels nahm stetig zu, man wurde also wach. Leider blieben die dabei entstandenen Torchancen ungenutzt. Die Genthiner hingegen zeigten Abschlussqualität und erhöhten auf 4 zu 1 in der 18. Spielminute.

Somit war das Ziel der zweiten Spielhäfte die Torchancen effektiver zu nutzen und damit den Rückstand zu verkürzen. Gesagt, getan: in der 7. Spielminute erzielte Tommy nach Vorlage von Tobias das ersehnte 4 zu 2. In den folgenden 5 Minuten wurde hart um den Ball gekämpft, allerdings punktlos auf beiden Seiten. Anschließend wurde ein rettender Stockschlag von den Unparteiischen aus Halle geahndet und ein Strafstoß wurde für Genthin gegeben. Der Aushilfstorhüter Tom gab sein Bestes, konnte aber leider das Gegentor nicht verhindern. Dies gilt auch für das Anschließende 6 zu 2 in der 15. Spielminute. Man rannte punktetechnisch den Genthinern hinterher. Gegen Ende des Spiels konnten die Leipziger noch etwas Ergebniskorrektur mit einem Tor von Max (Vorlage Stefan) und Mirko betreiben. Aber auch die Genthiner punkteten. Der Endstand betrug 7 zu 4 und unseren Leipzigern war bewusst, dass man im anschließenden Spiel — trotz des bereits absolvierten Spiels — wacher beginnen muss.

Am Beginn des zweiten Spiels zeigte sich der gleiche Trend: unsere Leipziger mussten sich zunächst auf den Gegner aus Halle einstellen, was uns 3 Tore in den ersten 7 Minuten kostete. Innerhalb dieser Anlaufphase konnten sich beide Leipziger Reihen zunehmend organisieren: die Bälle liefen präziser und schneller, zudem konnte Halle kaum mithalten und ein wahrer Torsegen durch Mirko (Vorlage Max), Tommy (Vorlage Tobias), Tobias (Vorlage Elias), Stefan (Vorlage Max) und Elias besiegelte den Halbzeitstand von 5 zu 4 für Phönix Leipzig.

In der zweiten Spielhälfte galt es diesen Vorsprung zu halten und an der guten Vorarbeit der ersten Hälfte anzuknüpfen. Durch eine frühe 2-Minuten Zeitstrafe wegen Stockschlages konnte Leipzig eine Überzahl ausspielen. Diese Chance wurde leider nicht effektiv genutzt. Vielmehr fiel auf, dass die Feuervögel zunehmend ein Problem darin hatten, die beiden leistungsstärksten Hallenser Spieler (D. Baumgärtner und A. Vogel) zu kontrollieren. Beide Spieler konnten mehrfach das Leipziger Spiel  stören und Scorerpunkte ihrerseits verbuchen. Auch ein verspätetes Weihnachtsgeschenk, ein Eigentor des Hallenser Schlussmanns, ließ Leipzig nicht an die vorherige Spielhälfte anschließen. Somit endete das zweite Spiel des Tages mit 6 zu 8 für Halle.

Abschließend lässt sich aus dem Spieltag einiges an Erfahrung mitnehmen. Es fiel auf, dass unsere Feuervögel in beiden Spielen für die Organisation der eigenen Reihen zu viel Zeit benötigen. Als positive Erfahrung wird mitgenommen, dass im zweiten Spiel eine 3-Tore-Rücklage in eine Führung umgemünzt werden konnte, worüber sich das Team sehr freute. Zudem fällt auf, dass sich im Leipziger Team jeder Spieler Scorerpunkte auf sein Konto hinzufügen durfte, die erzielten Tore stellen somit eine hohe Teamleistung dar. Dies galt nicht für die gegnerischen Teams, wo nur wenige Spieler Akzente setzen konnten. Das macht Hoffnung für künftige Spiele und das Team schaut motiviert auf den nächsten Heimspieltag in Leipzig.

Protokolle:

Phönix Leipzig: Elias Dannenberg, Maximilian Wagner, Stefan Piefel, Tommy Kürschner, Tobias Schulze, [T] Tom Hartmann, [C] Mirko Körner

Vs Halle:

1. Hälfte:
2:06   0:1 Olli Myllys (Arwed Vogel) USV Halle Saalebiber
2:45   0:2 Christian Stern (Jan Weitkemper) USV Halle Saalebiber
6:06   0:3 Arwed Vogel (Daniel Baumgärtner) USV Halle Saalebiber
13:02   1:3 Mirko Körner (Maximilian Wagner) Phönix Leipzig
13:43   2:3 Tommy Kürschner (Tobias Schulze) Phönix Leipzig
16:43   2:4 Arwed Vogel USV Halle Saalebiber
17:58   3:4 Tobias Schulze (Elias Dannenberg) Phönix Leipzig
18:15   4:4 Stefan Piefel (Maximilian Wagner) Phönix Leipzig
19:51   5:4 Elias Dannenberg Phönix Leipzig
2. Hälfte:
0:55   2′ (Stockschlag) Olli Myllys USV Halle Saalebiber
4:50   5:5 Daniel Baumgärtner USV Halle Saalebiber
6:53   6:5 Eigentor Phönix Leipzig
9:38   6:6 Arwed Vogel (Daniel Baumgärtner) USV Halle Saalebiber
13:33   6:7 Daniel Baumgärtner (Olli Myllys) USV Halle Saalebiber
15:24   6:8 Daniel Baumgärtner USV Halle Saalebiber

Spiel 2: Vs Genthin

1. Hälfte:
6:51 Tor 1:0 Maximilian Reinshagen (Adrian Tauchmann) SV Chemie Genthin
6:53 Tor 2:0 Johannes Tluste SV Chemie Genthin
10:50 Tor 3:0 Adrian Tauchmann SV Chemie Genthin
15:44 Tor 3:1 Stefan Piefel Phönix Leipzig
17:50 Tor 4:1 Adrian Tauchmann SV Chemie Genthin
2. Hälfte:
6:44 Tor 4:2 Tommy Kürschner (Tobias Schulze) Phönix Leipzig
11:08 Tor 5:2, ps. Adrian Tauchmann SV Chemie Genthin
14:52 Tor 6:2 Eigentor SV Chemie Genthin
17:11 Tor 6:3 Maximilian Wagner (Stefan Piefel) Phönix Leipzig
17:21 Tor 7:3 Johannes Tluste SV Chemie Genthin
19:52 Tor 7:4 Mirko Körner Phönix Leipzig

Drei Punkte am Dreikönigstag: Sieg gegen den USV Halle

siegSpannung bis zum Schluss versprach das hartumkämpfte Floorball-Duell zwischen Phönix Leipzig und dem USV Saalebiber Halle. Erst Tommy Kürschner brachte rund 80 Sekunden vor Abpfiff mit einem Empty-Net-Tor wieder etwas Ruhe in die Feuervögel-Reihen. Sein Treffer zum 9:7 war gleichzeitig der Endstand und der erste Kleinfeld-Erfolg für die Leipziger seit dem 8. Oktober.

In Hälfte 2 schien Phönix Leipzig das Spiel eigentlich scheibchenweise zu seinen Gunsten zu entscheiden. Felix Hilla (2x), Felix Neubert und Toni Schnelle schossen die Feuervögel mit vier Toren binnen vier Minuten zwischenzeitlich  klar in Front, nachdem zuvor beide Teams beim Stand von 4:4 aus der Halbzeitpause kamen. Halle schien nach diesen vier Gegentoren geschlagen. Doch die Freude währte nur kurz. Das Saalebiber-Duo mit Bundesligaerfahrung, Daniel Baumgärtner und Arwed Vogel, verkürzte mit zwei Toren auf 7:8. Danach riskierte Halle alles und nahm dem Torwart raus, um noch einen Feldspieler mehr im Spiel zu haben. Doch die Rechnung ging nicht auf. Halle verlor den Ball und Tommy versenkte ihn mit einem netten Distanzschuss im leeren Saalebiber-Tor. Halle versuchte danach zwar weiterhin, sich mit einem vierten Feldspieler wieder heranzuschießen. Doch die Phönix-Abwehr rund um den verlässlichen Goalie Julian Hofer ließ in den letzten Sekunden nichts mehr anbrennen. Halle musste mit leeren Händen wieder nach Hause fahren. Die Sachsen-Anhalter verloren am Dreikönigstag ihr zweites Spiel des Tages mit 6:17 gegen die Schkeuditzer Schakale. 

Auch Phönix Leipzig ließ in seiner zweiten Floorball-Partie mächtig Federn. Gegen die MFBC „Old Boys“ Leipzig konnte das Team nur bis zum Seitenwechsel halbwegs gegenhalten. 6:10 hieß es nach zwanzig Minuten in Leipzig-Gohlis. Danach schenkten die erfahrenen Floorballer mit Bundesliga-Erfahrung (u.a. Ingmar Penzhorn, Christoph Weidemann, Danny Weißwange, André Mühle) den Phönixen zehn weitere Gegentore ein. Sie bestraften jeden Stellungsfehler der Gastgeber eiskalt und schickten sie mit 9:19 vom Feld. Bitter, aber lehrreich.

Im Top-Spiel des Tages standen sich die MFBC Old Boys und die Schakale Scheuditz (spielen auch unter dem MFBC-Dach) gegenüber. Dabei siegten die Schakale mit 14:8. Deren Block der MFBC-Bundesligisten mit Stanislav Kanta, Tomas Novotny und Svenson Hoppe schoss elf der 14 Tore.

Die Übersicht:
Phönix Leipzig (gegen Halle) : [T] Julian Hofer, Stefan Schröter, Maximilian Wagner, Felix Hilla, Tommy Kürschner, [C] Tobias Schulze, Felix Neubert, Toni Schnelle

1. Hälfte:
5:57   1:0 Arwed Vogel (Daniel Baumgärtner) USV Halle Saalebiber
9:09   1:1 Felix Neubert (Maximilian Wagner) Phönix Leipzig
11:27   1:2 Felix Neubert Phönix Leipzig
15:55   2:2 Daniel Baumgärtner (Arwed Vogel) Saalebiber
16:05   3:2 Christian Stern (Tom Flöter) Saalebiber
18:01   3:3 Maximilian Wagner (Felix Neubert) Phönix
18:30   4:3 Christian Stern Saalebiber
19:49   4:4 Felix Hilla Phönix
2. Hälfte:
3:51   2′(Stoßen) Tobias Schulze Phönix
4:08   5:4 Arwed Vogel (Daniel Baumgärtner) Saalebiber
9:26   5:5 Felix Hilla (Tobias Schulze) Phönix
11:02   5:6 Felix Neubert (Maximilian Wagner) Phönix
13:15   5:7 Toni Schnelle Phönix
13:53   5:8 Felix Hilla (Tobias Schulze) Phönix
16:30   6:8 Daniel Baumgärtner (Arwed Vogel) Saalebiber
17:23   7:8 Arwed Vogel (Daniel Baumgärtner) Saalebiber
18:41   7:9 Tommy Kürschner Phönix

*****
Phönix Leipzig (gegen MFBC):[T] Julian Hofer, Stefan Schröter, [C] Jakob Neumann, Maximilian Wagner, Felix Hilla, Tommy Kürschner, Tobias Schulze, Toni Schnelle

1. Hälfte:
1:31   0:1 Mathias Digulla (Jan Siebenhüner) MFBC Leipzig
2:18   0:2 Thomas Trommer (Mathias Digulla) MFBC Leipzig
2:31   0:3 Ingmar Penzhorn (Christoph Weidemann) MFBC Leipzig
3:06   0:4 Danny Weißwange (Ingmar Penzhorn) MFBC Leipzig
3:12   1:4 Tommy Kürschner (Felix Hilla) Phönix Leipzig
4:59   2:4 Tommy Kürschner (Tobias Schulze) Phönix Leipzig
6:28   2:5 Ingmar Penzhorn (Danny Weißwange) MFBC Leipzig
7:21   2:6 Frank Haasenbein (Tom Genenz) MFBC Leipzig
8:47   3:6 Felix Hilla Phönix Leipzig
10:59   3:7 Tom Genenz (Frank Haasenbein) MFBC Leipzig
12:24   4:7 Toni Schnelle (Jakob Neumann) Phönix Leipzig
12:56   4:8 Danny Weißwange (Ingmar Penzhorn) MFBC Leipzig
14:34   5:8 Jakob Neumann Phönix Leipzig
16:20   5:9 Ingmar Penzhorn MFBC Leipzig
18:12   6:9 Maximilian Wagner (Toni Schnelle) Phönix Leipzig
19:07   6:10 Mathias Digulla (Thomas Trommer) MFBC Leipzig
2. Hälfte:
4:03   6:11 Danny Weißwange (Christoph Weidemann) MFBC Leipzig
6:52   6:12 Danny Weißwange (Christoph Weidemann) MFBC Leipzig
10:48   7:12 Toni Schnelle (Jakob Neumann) Phönix Leipzig
11:03   7:13 André Mühle (Tom Genenz) MFBC Leipzig
13:05   7:14 Christoph Weidemann (Ingmar Penzhorn) MFBC Leipzig
13:42   7:15 Christoph Weidemann (Ingmar Penzhorn) MFBC Leipzig
16:33   7:16 Ingmar Penzhorn (Christoph Weidemann) MFBC Leipzig
16:59   7:17 Danny Weißwange (Ingmar Penzhorn) MFBC Leipzig
18:03   7:18 André Mühle (Tom Genenz) MFBC Leipzig
18:47   2′(Bodenspiel) Mathias Digulla MFBC Leipzig
19:34   8:18 Maximilian Wagner (Jakob Neumann) Phönix Leipzig
19:42   9:18 Tobias Schulze (Tommy Kürschner) Phönix Leipzig
19:46   9:19 Mathias Digulla (Jan Siebenhüner) MFBC Leipzig

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Gelungener Test in Halle

Teamrunde vor der Partie

Am Freitag war Phönix Leipzig zu einem Testspiel-Turnier in Halle (Saale) eingeladen. Außer dem Gastgeber, der gerade aufgestiegenen Bundesliga-Mannschaft aus Halle, waren die Floorball Tigers Magdeburg (2. Bundesliga) sowie die U17-Ladesauswahl aus Sachsen-Anhalt dabei. Da kurzfristig einige Spieler von uns absagen mussten, haben wir unseren Kader vor Ort mit Thomas Osterland, Tobi und Tom von Halle aufgefüllt. Daher vorab ein großes Dankeschön an die drei Jungs, die alles für’s Feuervogel-Team gegeben haben.

Los ging’s gegen die Mannschaft aus Magdeburg. Phönix legt in dem zwei mal 15 Minuten dauernden Spiel schnell den Respekt vor dem vermeintlichen Favoriten ab und spielte hinten sehr sicher und engagiert und vorne durchaus zielstrebig und mit Zug zum Tor. Trotz eines ausgeglichenen Spiels ging Phönix in Führung und konnte diese über den Spielverlauf durch eine effektive Chancenverwertung weiter ausbauen. Tore von Osti, Tom, Jan und Paul bescherten dem Team aus Leipzig schließlich einen überraschenden, aber nicht unverdienten 6:1-Erfolg gegen die Mannschaft von der Elbe.

Ohne Pause standen im Anschluss direkt die Stars von Morgen aus Sachsen-Anhalt bereit. Die im ersten Spiel gegen den Bundesligisten aus Halle nur knapp mit 1:2 unterlegene Landesauswahl baute das Spiel mit sehr viel Ballbesitz auf, konnte daraus jedoch nicht wirklich Kapital ziehen. Anders die L inzwischen gut eingespielte Mannschaft auseipzig. Hinten erneut sicher und abwartend stehend, nutzen sie ihre körperlichen Vorteile aus und konterten gefährlich. Die daraus resultierenden Möglichkeiten nutzen Osti, Tom und Tommy, um Phönix mit 4:0 in Führung zu schießen. Nachdem Mirko wegen zu robustem Einsteigen auf die Strafbank gesetzt wurde, nutzten die Talente aus Sachsen-Anhalt ihre numerische Überzahl aus und erzielten kurz vor dem Ende den Ehrentreffer. Leider verletzte sich Jan in diesem Spiel am Knie, so dass er in der letzten Begegnung des Turniers gegen Halle nur noch coachend das Team unterstützen konnte.

Halle presste in dieser finalen Partie sehr stark und ließ den Leipzigern keine Chance, den Ball zu kontrollieren und das Spiel aufzubauen. Thomas Osterland hatte übrigens zuvor wieder das Saalebiber-Trikot übergestreift. Mit einer sehr aggressiven Manndeckung konnte Halle den Ball häufig bereits nah vor dem Tor von Phönix gewinnen und kam zu unzähligen Chancen. Vor allem in der ersten Hälfte fielen so vier Tore für das Bundesligateam, Phönix Leipzig konnte sich jedoch in der Folge stabilisieren und hatte es seinem Keeper Nils zu verdanken, dass es am Ende nur 5:0 für Halle stand.

Fazit des Turniers ist, dass sich Phönix Leipzig in den ersten beiden Spielen sehr gut verkauft hat. Mit sehr disziplinierter Defensivarbeit und kontrolliertem Spielaufbau kam das Team zu vielen Chancen und behielt dazu in den entscheidenden Momenten die Ruhe. Präsentiert sich das Team auch im ersten Saisonspiel gegen Rennsteig in entsprechender Form, kann es ein sehr guter Start ins Floorball-Jahr werden.

Die Übersicht:
Phönix – Floorball Tiger Magdeburg 6:1
Phönix – U17-Landesauswahl von SAH 4:1
Phönix – USV Saalebiber Halle 0:5

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„Der Supergau ist eingetreten“

Die Sonntags-Partie Phönix Leipzig – Wernigerode II (1:5) hat bereits vor dem Anpfiff viele Nerven gekostet. Hier nun ein Rückblick auf das kurzfristige Hin- und Her, das mit einer einzigen E-Mail begann und bei vielen Floorballern staffelübergreifend das Wochenende durcheinanderwirbelte.

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Freitag, 20. Februar, 16.17Uhr (noch 43 Stunden bis zum Anpfiff #PHÖWER in Salzwedel): Eine E-Mail vom SV Rotta landet im Phönix-Postfach. Inhalt: Aufgrund der Grippewelle fallen bei uns zu viele Spieler aus. Aus diesen Grund können wir am Sonntag nicht antreten. Damit ist klar: Die Floorball-Partie am Sonntag nach unserer in Salzwedel fällt ins Wasser. Memo vom Abteilungsleiter an das Phönix-Team: Rotta hat wegen Grippe abgesagt. Sehe aber für uns keine Auswirkungen.

Freitag, 17.58Uhr: Die Regionalliga-Leiterin ruft bei Phönix Leipzig an. Wegen der Rotta-Absage schlägt sie vor, nach einer Alternative für das jetzt einzige verbleibende Sonntagsspiel in Salzwedel (#PHÖWER) zu suchen. Vermutlich hatte Gastgeber Salzwedel keine Lust, einen Spieltag auszurichten, Banden aufzubauen etc., wenn sie selbst wegen der Rotta-Absage nicht spielen konnten. Die Staffelleiterin schlägt daher Gespräche mit Partisan Connewitz vor, die in der anderen Regio-Staffel spielen. Hintergrund: Partisan richtet am Sonntag ebenfalls einen Spieltag aus und zwar in Leipzig, Sporthalle an der Radrennbahn. Vielleicht könne man ja dort auch die Partie #PHÖWER mit unterbringen…

18.25Uhr: Phönix ruft bei Partisan an. Geht da was am Sonntag bei euch? Uns bliebe erheblicher Fahrtaufwand erspart und auch Wernigerode scheint Leipzig als Spielort zu bevorzugen. Doch nach erster Rücksprache zeigt sich: Partisan braucht die Halle bis 18 Uhr und vor ihnen sind Handballer in der Sporthalle. Die Versuche, in der Leipziger Sportstätte von Partisan zu spielen, scheitern. Unter Umständen wäre noch ein Spiel ab 18Uhr oder 17.30 möglich gewesen, wenngleich das für Wernigerode am Sonntagabend sicher spät geworden wäre.

18.58Uhr: Anruf bei der Staffelleiterin. Phönix: „Wir konnten keine Lösung finden und reden am morgigen Samstags-Spieltag innerhalb des Teams, wie wir das #PHÖWER-Problem am Sonntag regeln könnten.“ Viele Alternativ-Ideen kochen hoch. Ein Vorschlag: Das Spiel am 1. März in Salzwedel nachzuholen.

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Samstag, 12.49Uhr: Unmittelbar vor unserem eigenen Heimspiel in der Radrennbahn-Sporthalle suchen wir das Gespräch mit dem dortigen Hallenwart. Es geht um Sonntag, um den Partisan-Spieltag, um #PHÖWER. Wichtigste und neueste Erkenntnis nach dem Dialog: Das Handball-Spiel am Sonntagvormittag fällt überraschend aus. Die Halle wäre also frei. Der Sonntags-Hallenwart würde 10.30Uhr die Halle aufschließen. Da Partisan am Sonntag das erste Spiel um 14 Uhr ausrichten wollte, bliebe also genug Zeit für uns Floorballer und #PHÖWER.

13.01Uhr: In der sicheren Annahme, den Papierkram mit dem Leipziger Sportamt im Nachhinein zu klären, vereinbaren wir mit der Regio-Staffelleiterin, Partisan und Wernigerode, dass #PHÖWER am Sonntag 11.45Uhr in der Radrennbahn-Halle angepfiffen werden kann. Blieb also „nur“ noch das Schiedsrichter-Problem für die Partie. Die Salzwedeler Floorballer könnte damit am Sonntag komplett die Füße hochlegen.

13.50Uhr: Als der Phönix-Abteilungsleiter gerade als Schiedsrichter für die erste Partie in der Radrennbahn-Halle das Feld betritt, reicht ihm der Hallenwart das Telefon: „Mein Chef!„. „Chef“ sagt, dass Phönix Leipzig die Halle für Sonntag nicht gebucht hat und sie deshalb morgen auch nicht vor den Partisanen betreten darf. „Wegen dem Versicherungsschutz. […] Da kann ich leider keine Ausnahme machen.“ Das Gespräch war fast schon beendet – #PHÖWER damit beinahe wieder verschoben – als dann doch noch die Einigung kam: Denn Partisan hatte die Radrennbahn-Halle am Sonntag glücklicherweise schon ab 12 Uhr gemietet (obwohl dort das erste Spiel erst 14 Uhr beginnen sollte). Unser Spiel gegen Wernigerode war damit also auch bürokratisch abgesichert. Zumal es ja auch die Absprache mit Partisan gab.

14.00Uhr: Die Phönix-Schiris pfeifen das erste Samstagsspiel in der Radrennbahn-Halle an. Weißenfels II wird Salzwedel mit 9:4 schlagen.

16.00Uhr: Das Phönix-Team tritt selbst auf das Spielfeld. Die Saalebiber 2 vom USV Halle werden mit 6:5 bezwungen. Das war knapp.

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18.10Uhr: Toll! Wir konnten die Saalebiber 2 dafür gewinnen, #PHÖWER am Sonntag ab 11.45Uhr in der Radrennbahn-Halle zu pfeifen.

 

Sonntag, 10.02Uhr: Das Spielsekretariat für #PHÖWER steht. Damit sind alle Vorraussetzungen geschaffen, das Spiel in Leipzig stattfinden zu lassen. Der Sonntags-Termin in Salzwedel kann nach der Rotta-Absage nun offiziell gänzlich ausfallen.

10.41Uhr: Eine Stunde vor dem Anpfiff #PHÖWER ruft plötzlich die Staffelleiterin bei Phönix an und sagt: „Der Supergau ist eingetreten…!“ Das klingt nicht gut. Was war passiert? Partisan Connewitz hatte für den heutigen Sonntag versehentlich falsche Anpfiff-Zeiten an die drei anreisenden Teams der Staffel 1 rausgeschickt. Deshalb gingen zum Beispiel die Weißenfelser Floorballerinnen davon aus, dass sie in der Radrennbahn-Halle ab 12 Uhr in der Pflicht sind. Genau zur gleichen Zeit wie #PHÖWER. Eigentlich sollte das Spiel Weißenfels (Damen) vs. Dresden aber erst 14 Uhr beginnen. Es wurde gescherzt, dass sich die Partien immer Drittelweise abwechseln könnten. Partisan versuchte, den Lapsus noch zu retten und zu moderieren. Vergeblich. Unsere Partie schien zwar Gott sei Dank gesetzt. Auf der anderen Seite wollten sich die Weißenfelserinnen aber nicht bis 14 Uhr gedulden und fuhren nach der Ankunft in Leipzig wieder nach Hause. Die Igels Dresden II hatten die Spieltagseinladung von Partisan offenbar nicht genau gelesen. Sie gingen von der Saisonmanager-Uhrzeit aus und dort stand 14 Uhr. Damit waren sie zum Glück nicht umsonst nach Leipzig gefahren.(Waren sie wohl doch. siehe Kommentar)

Der Rest ist schnell erzählt: #PHÖWER konnte, wie „geplant“, angepfiffen werden. Die Red Devils II gewannen mit 5:1. Partisan verlegte seine Partie etwas nach vorn, da auch ihr direkter Gegner der falsch terminierten Einladung gefolgt ist und zwei Stunden früher nach Leipzig reiste (Anpfiff 14.30 statt 16.00Uhr). Da weder Weißenfels noch das Team aus Dresden in der Radrennbahn-Halle verblieben waren, sicherte abermals spontan das Saalebiber-Schiri-Duo deren Partie ab (Endstand Partisan Connewitz – UHC Döbeln II 8:7).

Mit diesem Spieltag in Leipzig konnten wir als Phönix Leipzig unheimlich viel Fahrtweg und damit Kosten sparen. Es war ein günstiger Umstand, dass Partisan Connewitz die Halle direkt nach uns gemietet hatte. Und obwohl für uns am Sonntag Auf- und Abbau des Spielfeldes entfielen, so hatte das Wochenende einigen Floorballern doch ein paar neue graue Haare beschert.

 

 

 

 

Gerade noch so die Kurve gekriegt

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Zum ersten Spiel des Doppelspieltags hatte Phönix am Samstag die Ehre, einen Heimspieltag auszurichten. Gegner war die zweite Mannschaft der Saalebiber aus Halle, gegen die bisher eine makellose Bilanz zu Buche stand. Nach der bitteren Niederlage der letzten Woche gegen Salzwedel und der damit vergebenen letzten Chance auf einen Play-Off-Platz ging es immerhin darum den fünften Platz zu halten.
Leider wurde die Vorgabe das Spiel zu kontrollieren bereits nach 35 Sekunden von den Hallensern zu Nichte gemacht: 0:1. In der Folge passierte wenig sehenswertes, da Phönix gewohnt defensiv agierte und auch Halle seinen Vorsprung und ihre genau 10 Feldspieler schonen wollte. Zwar dominierte Phönix das Spiel weitestgehend, es sprangen jedoch kaum gefährliche Chancen dabei heraus. Zu häufig wurde der Ball hektisch nach vorne getragen oder ungenau gespielt. Immerhin gelang Mirko Körner kurz vor der Pause noch der Ausgleich durch einen gewohnt scharfen Distanzschuss.
Das zweite Drittel begann ähnlich und in der 27. Minute war es Tobias Schulze, der durch einen Bauerntrick die Gegnerische Abwehr und den Torhüter überlisten konnte. Wer jetzt dachte, dass damit der Knoten endlich geplatzt wäre, wurde durch zwei Hallenser Kontertore innerhalb von eineinhalb Minuten eines Besseren belehrt. Erneut war es Tobias Schulze, dem das 3:3 durch einen Volleyschuss gelang. Zur zweiten Drittelpause stand es nun also wieder unentschieden.
Zum letzten Drittel wurde nun die Parole ausgewiesen, etwas offensiver zu agieren und den Gegner eher beim Spielaufbau zu stören. Relativ schnell fiel dann auch das 4:3 durch Elias Dannenberg in der 42. Spielminute, welches jedoch sechseinhalb Minuten später abermals egalisiert wurde. Die 56. Minute verlief dann am Ereignisreichsten: Zuerst konnte Elias Dannenberg mit seinem zweiten Treffer die abermalige Führung für Phönix markieren. Nach einer wuseligen Situation neben unserem Tor ging Verteidiger Tino Pagel nach einem Schlag mit dem Schläger mit einer Platzwunde über dem linken Auge zu Boden. Noch während er draußen von Mannschaftsarzt René Wildgrube verarztet wird, gelingt Jan Ladiges die erstmalige 2-Tore-Führung. Das Spiel blieb jedoch immer noch spannend, auch weil Halle nach einem Konter in der letzten Spielminute den Anschlusstreffer zum 6:5 schießt. Immerhin gelang es Phönix, am Ende das Ergebnis die letzten 27 Sekunden über die Zeit zu bringen und die drei Punkte zu Hause zu behalten. Phönix… ähhh Schwein gehabt.
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Zweiter Saisonsieg perfekt

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Um den fünften Platz in der Tabelle zu verteidigen, zählte für die Phönixe am Samstag früh nur ein Sieg gegen die Verfolger von der Saale. Vor dem Spiel wurde den Gegnern ein Dankeschön-Kasten für den tollen Einsatz letztes Jahr im Wiederholungsspiel gegen Rotta übereicht – eine Geste, die von den Saalebibern mit Freude angenommen wurde.

Zum Sportlichen: Die Leipziger, angereist mit einem 13-köpfigen Kader, wirkten trotz der frühen Stunde (9 Uhr Anpfiff in Weißenfels) bis in die Haarspitzen motiviert. Von der ersten Sekunde an wurde Ball und Gegner laufen gelassen und überlegt das Spiel aufgebaut. In der vierten Minute dann jedoch der Schock: Die erste Offensivaktion von Halles zweiter Mannschaft bringt die Führung. Ein Treffer wie aus dem Nichts. Doch anstatt die Köpfe hängen zu lassen, nutzte der FBC diesen Rückstand als extra Motivation und legte nochmal einige Prozent drauf. Die Folge war ein wahres Offensivfeuerwerk mit sechs Toren in nicht einmal zehn Minuten. Neben einem Traumtor von Tobias Schulze, der einen hohen Pass von Tommy Kürschner aus der Luft zum 2:1 vollendete, war Phönix vor allem über Weitschüsse aus der Abwehr von Mirko Körner und Tino Pagel erfolgreich. Jan Ladiges ließ es sich zudem nach einem Schutzraumvergehen nicht nehmen, per Penalty zum zwischenzeitlichen 4:1 zu treffen. Nach der besten Drittelleistung dieser Saison ging es mit einem Ergebnis von 7:2 in die Pause.

Im zweiten Drittel blieb das erwartete Pressing der Hallenser aus. Trotz eines erneuten frühen Gegentores, spielte das Team von Trainer Paul Moritz weiter sehr überlegt und zielstrebig nach Vorne, konnte seine Chancen aber nicht mehr so konsequent nutzen. Es dauerte schließlich bis zur 33. Minute, bis sich die spielerische Überlegenheit wieder in Toren widerspiegelte. Dann war der Knoten jedoch geplatzt und die Führung konnte auf 10:3 zur Pause ausgebaut werden.

Doch auch der letzte Spielabschnitt begann, wie konnte es auch anders sein, mit einem Tor des Teams von der Saale. Angesteckt von der nun hektischen Spielweise von den Saalebibern, ließen die Phönixe in dieser Phase mehr Chancen zu und Halle konnte einen weiteren Treffer erzielen. Das Team um Kapitän René Wildgrube konnte sich in dieser Phase bei seinem Keeper Artem Pokas bedanken, der einige schöne Torabschlüsse der Gegner entschärfen konnte. Geschwächt von zwei Unterzahlsituation konnte das Spiel nicht mehr so kontrolliert werden wie zuvor, dennoch blieb Phönix die spielbestimmende Mannschaft auf dem Feld. Trotz sehr disziplinierter Verteidigung beim 4 gegen 5 gelang Halle II in der 59. Minute doch noch ein Treffer, den Tommy Kürschner und Marcus Barthel aber prompt mit zwei Toren in der letzten Minute beantworteten und so das Endergebnis auf 12:6 schraubten.

Insgesamt ist das Resultat in dieser Höhe absolut verdient. Phönix hat den USV Halle II über die gesamte Spielzeit dominiert und gezeigt, was sowohl taktisch als auch technisch in sich steckt.
Mit einer Leistung wie dieser braucht man sich beim nächsten Spiel gegen die zweite Mannschaft von Weißenfels auf keinen Fall verstecken!
Glückwunsch an das Team!

Phönix mit: [T] Artem Pokas, Elias Dannenberg, Stefan Schröter, Jan Ladiges, [C] René Wildgrube, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Niklas Noth, Tobias Schulze, Maik Biedermann, Tino Pagel, Mirko Körner, Simon Ultes

 

Spielprotokoll:

1. Drittel:
03:38 1:0 Florian Herbst (S. Seidlitz) USV Halle II
05:42 1:1 Mirko Körner Phönix Leipzig
09:07 1:2 Tobi Schulze (T. Kürschner) Phönix Leipzig
10:53 1:3 Tino Pagel (Marcus Barthel) Phönix Leipzig
11:25 1:4, ps. Jan Ladiges Phönix Leipzig
13:01 1:5 Elias Dannenberg Phönix Leipzig
14:14 1:6 Mirko Körner (Jan Ladiges) Phönix Leipzig
14:36 2:6 Florian Herbst (T. Galetzka) USV Halle II
15:42 2:7 Tobias Schulze (Jan Ladiges) Phönix Leipzig
2. Drittel:
01:38 3:7 Marco Gipser (Tim Müller) USV Halle  II
12:32 3:8 Eigentor Phönix Leipzig
13:11 3:9 Tobias Schulze (Simon Ultes) Phönix Leipzig
13:38 2′ Marco Gipser USV Halle II
16:21 3:10 Elias Dannenberg (Mirko Körner) Phönix Leipzig
3. Drittel:
03:24 4:10 Elias Brandl (Florian Herbst) USV Halle II
05:47 5:10 Steve Seidlitz (Elias Brandl) USV Halle II
09:04 2′ Marcus Barthel Phönix Leipzig
16:45 2′ Marcus Barthel Phönix Leipzig
18:46 6:10 Florian Herbst (Oskar Becker) USV Halle II
19:29 6:11 T.Kürschner (Simon Ultes) Phönix Leipzig
19:41 6:12 Marcus Barthel Phönix Leipzig

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