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„Der Supergau ist eingetreten“

Die Sonntags-Partie Phönix Leipzig – Wernigerode II (1:5) hat bereits vor dem Anpfiff viele Nerven gekostet. Hier nun ein Rückblick auf das kurzfristige Hin- und Her, das mit einer einzigen E-Mail begann und bei vielen Floorballern staffelübergreifend das Wochenende durcheinanderwirbelte.

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Freitag, 20. Februar, 16.17Uhr (noch 43 Stunden bis zum Anpfiff #PHÖWER in Salzwedel): Eine E-Mail vom SV Rotta landet im Phönix-Postfach. Inhalt: Aufgrund der Grippewelle fallen bei uns zu viele Spieler aus. Aus diesen Grund können wir am Sonntag nicht antreten. Damit ist klar: Die Floorball-Partie am Sonntag nach unserer in Salzwedel fällt ins Wasser. Memo vom Abteilungsleiter an das Phönix-Team: Rotta hat wegen Grippe abgesagt. Sehe aber für uns keine Auswirkungen.

Freitag, 17.58Uhr: Die Regionalliga-Leiterin ruft bei Phönix Leipzig an. Wegen der Rotta-Absage schlägt sie vor, nach einer Alternative für das jetzt einzige verbleibende Sonntagsspiel in Salzwedel (#PHÖWER) zu suchen. Vermutlich hatte Gastgeber Salzwedel keine Lust, einen Spieltag auszurichten, Banden aufzubauen etc., wenn sie selbst wegen der Rotta-Absage nicht spielen konnten. Die Staffelleiterin schlägt daher Gespräche mit Partisan Connewitz vor, die in der anderen Regio-Staffel spielen. Hintergrund: Partisan richtet am Sonntag ebenfalls einen Spieltag aus und zwar in Leipzig, Sporthalle an der Radrennbahn. Vielleicht könne man ja dort auch die Partie #PHÖWER mit unterbringen…

18.25Uhr: Phönix ruft bei Partisan an. Geht da was am Sonntag bei euch? Uns bliebe erheblicher Fahrtaufwand erspart und auch Wernigerode scheint Leipzig als Spielort zu bevorzugen. Doch nach erster Rücksprache zeigt sich: Partisan braucht die Halle bis 18 Uhr und vor ihnen sind Handballer in der Sporthalle. Die Versuche, in der Leipziger Sportstätte von Partisan zu spielen, scheitern. Unter Umständen wäre noch ein Spiel ab 18Uhr oder 17.30 möglich gewesen, wenngleich das für Wernigerode am Sonntagabend sicher spät geworden wäre.

18.58Uhr: Anruf bei der Staffelleiterin. Phönix: „Wir konnten keine Lösung finden und reden am morgigen Samstags-Spieltag innerhalb des Teams, wie wir das #PHÖWER-Problem am Sonntag regeln könnten.“ Viele Alternativ-Ideen kochen hoch. Ein Vorschlag: Das Spiel am 1. März in Salzwedel nachzuholen.

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Samstag, 12.49Uhr: Unmittelbar vor unserem eigenen Heimspiel in der Radrennbahn-Sporthalle suchen wir das Gespräch mit dem dortigen Hallenwart. Es geht um Sonntag, um den Partisan-Spieltag, um #PHÖWER. Wichtigste und neueste Erkenntnis nach dem Dialog: Das Handball-Spiel am Sonntagvormittag fällt überraschend aus. Die Halle wäre also frei. Der Sonntags-Hallenwart würde 10.30Uhr die Halle aufschließen. Da Partisan am Sonntag das erste Spiel um 14 Uhr ausrichten wollte, bliebe also genug Zeit für uns Floorballer und #PHÖWER.

13.01Uhr: In der sicheren Annahme, den Papierkram mit dem Leipziger Sportamt im Nachhinein zu klären, vereinbaren wir mit der Regio-Staffelleiterin, Partisan und Wernigerode, dass #PHÖWER am Sonntag 11.45Uhr in der Radrennbahn-Halle angepfiffen werden kann. Blieb also „nur“ noch das Schiedsrichter-Problem für die Partie. Die Salzwedeler Floorballer könnte damit am Sonntag komplett die Füße hochlegen.

13.50Uhr: Als der Phönix-Abteilungsleiter gerade als Schiedsrichter für die erste Partie in der Radrennbahn-Halle das Feld betritt, reicht ihm der Hallenwart das Telefon: „Mein Chef!„. „Chef“ sagt, dass Phönix Leipzig die Halle für Sonntag nicht gebucht hat und sie deshalb morgen auch nicht vor den Partisanen betreten darf. „Wegen dem Versicherungsschutz. […] Da kann ich leider keine Ausnahme machen.“ Das Gespräch war fast schon beendet – #PHÖWER damit beinahe wieder verschoben – als dann doch noch die Einigung kam: Denn Partisan hatte die Radrennbahn-Halle am Sonntag glücklicherweise schon ab 12 Uhr gemietet (obwohl dort das erste Spiel erst 14 Uhr beginnen sollte). Unser Spiel gegen Wernigerode war damit also auch bürokratisch abgesichert. Zumal es ja auch die Absprache mit Partisan gab.

14.00Uhr: Die Phönix-Schiris pfeifen das erste Samstagsspiel in der Radrennbahn-Halle an. Weißenfels II wird Salzwedel mit 9:4 schlagen.

16.00Uhr: Das Phönix-Team tritt selbst auf das Spielfeld. Die Saalebiber 2 vom USV Halle werden mit 6:5 bezwungen. Das war knapp.

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18.10Uhr: Toll! Wir konnten die Saalebiber 2 dafür gewinnen, #PHÖWER am Sonntag ab 11.45Uhr in der Radrennbahn-Halle zu pfeifen.

 

Sonntag, 10.02Uhr: Das Spielsekretariat für #PHÖWER steht. Damit sind alle Vorraussetzungen geschaffen, das Spiel in Leipzig stattfinden zu lassen. Der Sonntags-Termin in Salzwedel kann nach der Rotta-Absage nun offiziell gänzlich ausfallen.

10.41Uhr: Eine Stunde vor dem Anpfiff #PHÖWER ruft plötzlich die Staffelleiterin bei Phönix an und sagt: „Der Supergau ist eingetreten…!“ Das klingt nicht gut. Was war passiert? Partisan Connewitz hatte für den heutigen Sonntag versehentlich falsche Anpfiff-Zeiten an die drei anreisenden Teams der Staffel 1 rausgeschickt. Deshalb gingen zum Beispiel die Weißenfelser Floorballerinnen davon aus, dass sie in der Radrennbahn-Halle ab 12 Uhr in der Pflicht sind. Genau zur gleichen Zeit wie #PHÖWER. Eigentlich sollte das Spiel Weißenfels (Damen) vs. Dresden aber erst 14 Uhr beginnen. Es wurde gescherzt, dass sich die Partien immer Drittelweise abwechseln könnten. Partisan versuchte, den Lapsus noch zu retten und zu moderieren. Vergeblich. Unsere Partie schien zwar Gott sei Dank gesetzt. Auf der anderen Seite wollten sich die Weißenfelserinnen aber nicht bis 14 Uhr gedulden und fuhren nach der Ankunft in Leipzig wieder nach Hause. Die Igels Dresden II hatten die Spieltagseinladung von Partisan offenbar nicht genau gelesen. Sie gingen von der Saisonmanager-Uhrzeit aus und dort stand 14 Uhr. Damit waren sie zum Glück nicht umsonst nach Leipzig gefahren.(Waren sie wohl doch. siehe Kommentar)

Der Rest ist schnell erzählt: #PHÖWER konnte, wie „geplant“, angepfiffen werden. Die Red Devils II gewannen mit 5:1. Partisan verlegte seine Partie etwas nach vorn, da auch ihr direkter Gegner der falsch terminierten Einladung gefolgt ist und zwei Stunden früher nach Leipzig reiste (Anpfiff 14.30 statt 16.00Uhr). Da weder Weißenfels noch das Team aus Dresden in der Radrennbahn-Halle verblieben waren, sicherte abermals spontan das Saalebiber-Schiri-Duo deren Partie ab (Endstand Partisan Connewitz – UHC Döbeln II 8:7).

Mit diesem Spieltag in Leipzig konnten wir als Phönix Leipzig unheimlich viel Fahrtweg und damit Kosten sparen. Es war ein günstiger Umstand, dass Partisan Connewitz die Halle direkt nach uns gemietet hatte. Und obwohl für uns am Sonntag Auf- und Abbau des Spielfeldes entfielen, so hatte das Wochenende einigen Floorballern doch ein paar neue graue Haare beschert.

 

 

 

 

Gerade noch so die Kurve gekriegt

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Zum ersten Spiel des Doppelspieltags hatte Phönix am Samstag die Ehre, einen Heimspieltag auszurichten. Gegner war die zweite Mannschaft der Saalebiber aus Halle, gegen die bisher eine makellose Bilanz zu Buche stand. Nach der bitteren Niederlage der letzten Woche gegen Salzwedel und der damit vergebenen letzten Chance auf einen Play-Off-Platz ging es immerhin darum den fünften Platz zu halten.
Leider wurde die Vorgabe das Spiel zu kontrollieren bereits nach 35 Sekunden von den Hallensern zu Nichte gemacht: 0:1. In der Folge passierte wenig sehenswertes, da Phönix gewohnt defensiv agierte und auch Halle seinen Vorsprung und ihre genau 10 Feldspieler schonen wollte. Zwar dominierte Phönix das Spiel weitestgehend, es sprangen jedoch kaum gefährliche Chancen dabei heraus. Zu häufig wurde der Ball hektisch nach vorne getragen oder ungenau gespielt. Immerhin gelang Mirko Körner kurz vor der Pause noch der Ausgleich durch einen gewohnt scharfen Distanzschuss.
Das zweite Drittel begann ähnlich und in der 27. Minute war es Tobias Schulze, der durch einen Bauerntrick die Gegnerische Abwehr und den Torhüter überlisten konnte. Wer jetzt dachte, dass damit der Knoten endlich geplatzt wäre, wurde durch zwei Hallenser Kontertore innerhalb von eineinhalb Minuten eines Besseren belehrt. Erneut war es Tobias Schulze, dem das 3:3 durch einen Volleyschuss gelang. Zur zweiten Drittelpause stand es nun also wieder unentschieden.
Zum letzten Drittel wurde nun die Parole ausgewiesen, etwas offensiver zu agieren und den Gegner eher beim Spielaufbau zu stören. Relativ schnell fiel dann auch das 4:3 durch Elias Dannenberg in der 42. Spielminute, welches jedoch sechseinhalb Minuten später abermals egalisiert wurde. Die 56. Minute verlief dann am Ereignisreichsten: Zuerst konnte Elias Dannenberg mit seinem zweiten Treffer die abermalige Führung für Phönix markieren. Nach einer wuseligen Situation neben unserem Tor ging Verteidiger Tino Pagel nach einem Schlag mit dem Schläger mit einer Platzwunde über dem linken Auge zu Boden. Noch während er draußen von Mannschaftsarzt René Wildgrube verarztet wird, gelingt Jan Ladiges die erstmalige 2-Tore-Führung. Das Spiel blieb jedoch immer noch spannend, auch weil Halle nach einem Konter in der letzten Spielminute den Anschlusstreffer zum 6:5 schießt. Immerhin gelang es Phönix, am Ende das Ergebnis die letzten 27 Sekunden über die Zeit zu bringen und die drei Punkte zu Hause zu behalten. Phönix… ähhh Schwein gehabt.
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Hoher Sieg als Abschiedsgeschenk

Phönix gewinnt bei den Saalebibern II mit 15:2. So viele Tore hat das Team auf dem Großfeld bislang noch nie erzielt.

Zum Abschluss des Floorballjahres ging es für die Phönixe am Samstag zum Tabellenschlusslicht USV Halle II. Im Vergleich zum Spiel gegen Rotta waren diesmal auch wieder Tino Pagel und Nils Wranik dabei, für die dieses Spiel das letzte für Phönix Leipzig werden sollte. Vor dem Spiel gab auch Spielertrainer Karsten Krämer bekannt, dass es ihn aus beruflichen Gründen ab 2014 zurück nach Nürnberg ziehen wird.

Sein Bestreben, auch im letzten Spiel nochmal alles für den Verein zu geben, machte sich bereits nach 5 Minuten deutlich, als Karsten Krämer mit einem schönen Winkelschuss von knapp vor der Mittellinie die Leipziger in Führung schoss. Insgesamt dominierte Phönix die Partie und erarbeitete sich im ersten Drittel viele gute Tormöglichkeiten, wovon Tino Pagel eine in der 12. Minute zur 3:1-Führung nutzte. Danach wurde es nochmal kurz spannend als Halle in der 15. Minute auf 3:2 verkürzte. Dies sollte jedoch ihr letztes Tor bleiben.

Das 2. Drittel begann turbulent: Zuerst musste Markus Barthel wegen überharten Körpereinsatzes für 2 Minuten auf die Strafbank, anschließend gab es eine 10 + 2 Strafe gegen Karsten Krämer, der sich zu einer unsportlichen Äußerung hinreißen ließ. Doch auch ohne ihren Spielertrainer gelang es der Mannschaft – nach anfänglicher Verwirrung – die Ordnung wieder herzustellen und erhöhte im Laufe des Drittels durch teils sehr schön anzuschauende Kombinationen auf 9:2. Dabei nutzten sowohl Ronja Busch und Johanna Kauschke als auch Debütant Stefan „Szlappi“ Szlapinski ihre Chance sich in die Scorerliste einzutragen. Ronja und Szlappi schossen ihre Premieren-Tore im grünen Dress.

Im letzten Drittel konnte man den Bibern aus Halle zunehmende Erschöpfung ansehen. Ohne nennenswerte Gegenwehr ließ Leipzig den Ball laufen und kam auch durch starkes Pressing immer wieder zu guten Gelegenheiten. Paul Moritz gelang in einem Abstand von 3 Minuten zwei Treffer mit zwei unterschiedlichen Schlägern und Karsten Krämer traf gerade einmal 12 Sekunden nachdem Simon Ultes auf 12:2 erhöht hatte. Den Schlusspunkt setzte der auf heimischem Terrain stark spielende Jan Ladiges, der zuvor einige Möglichkeiten ungenutzt liegen ließ. 15 Tore – so viel hat Phönix bislang noch nie in einem Großfeldspiel erzielt.

Ein insgesamt klarer und auch in dieser Höhe verdienter Sieg gegen einen unterlegenen Gegner aus Halle beendet das Wettkampfjahr 2013 und stellt die Weichen für gute Stimmung auf der Weihnachtsfeier nächstes Wochenende.

Spielprotokoll:

1. Drittel:
5:10 0:1 Karsten Krämer Phönix Leipzig
8:56 1:1 Oskar Becker (Marco Gipser) USV Halle II
12:20 1:2 Maik Biedermann (René Wildgrube) Phönix
12:55 1:3 Tino Pagel (Marcus Barthel) Phönix
15:25 2:3 Marco Gipser (David Lachnit) USV Halle II
16:13 2:4 René Wildgrube (Maik Biedermann) Phönix
19:07 2:5 Simon Ultes (Paul Moritz) Phönix
2. Drittel:
4:14 2′ Marcus Barthel Phönix
6:41 2′
10′
Marco Gipser
Karsten Krämer
USV Halle II
Phönix
8:18 2:6 Marcus Barthel (Nils Wranik) Phönix
14:40 2:7 Ronja Busch (Jan Ladiges) Phönix
18:36 2:8 Simon Ultes (Stefan Szlapinski) Phönix
18:49 2:9 Stefan Szlapinski (Johanna Kauschke) Phönix
3. Drittel:
1:23 2:10 Paul Moritz Phönix
4:12 2:11 Paul Moritz (Stefan Szlapinski) Phönix
10:16 2:12 Simon Ultes (Stefan Szlapinski) Phönix
10:28 2:13 Karsten Krämer (Paul Moritz) Phönix
14:10 2:14 Paul Moritz Phönix
16:26 2:15 Jan Ladiges Phönix

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