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Phönix Leipzig 2016/2017 – ein Saisonrückblick in 15 Akten

Meine erste Spielzeit als Floorballtrainer bei Phönix Leipzig ging am 13.05.17 mit 15 Spielen an 13 Wochenenden zu Ende. Wir konnten als Erster unserer Staffel und als Vierter der Playoffs die Saison abschließen. Alles in allem ist die Enttäuschung bei allen Spielern natürlich da, nachdem uns im vergangenen Jahr die Vizemeisterschaft gelungen war. Nun ist es Zeit das Jahr nochmal Revue passieren zu lassen.

Als erstes möchte ich mich zu unseren sechs Gegnern in der Staffel äußern. Dabei haben wir von 12 Spielen nur eins nach regulärer Spielzeit und eins in der Verlängerung verloren.

Partisan Connewitz

Die torreichsten Partien dieses Jahr fanden mit den Partisanen aus Connewitz statt. Dabei konnte sich unsere Phönixe mit 16:5 und 18:5 durchsetzen. Beide Spiele fanden in unserer Heimhalle an der Radrennbahn statt. Das spielte uns natürlich in die Karten. Die meisten Gegentore kassierten wir im zweiten Drittel, da unsere Führung schon sehr respektabel war und plötzlich alle Phönixe Tore schießen wollten. Es wurde quasi Einbahnstraßenfloorball gespielt. Weiterhin nutze ich die Gelegenheit um besonders verdienten Phönix-Spielern Wünsche zu Erfüllen und baute die Reihen komplett um. Es fiel unserer Verteidigung aber auch schwer, auf planlos agierende Partisanen zu reagieren. Ziel für kommende Begegnungen muss es sein, weniger Tore zu kassieren.

SC DHfK Leipzig II

Die zweite Mannschaft des DHfK baut sich aus zwei Arten von Spielern zusammen. Jungspieler, die noch nicht gut genug für die zweite Bundesliga sind und erfahrene „Alte-Herren“. Dabei möchte ich ganz besonders Tino Schnelle hervorheben, der uns bei unserer knappen Niederlage in der Verlängerung vier Tore und eine Vorlage eingeschenkt hat. Mit seiner fabelhaften Schusstechnik ist er der bedeutendste Faktor für ihren Erfolg. Aber wie schon Brasilien ohne Neymar ging der DHfK ohne Schnelle unter. Das Rückspiel wurde mit 5:3 gewonnen und der DHfK konnte nur durch träumende Phönixe am Ende des Spiels nochmal rankommen. Dabei ist zu erwähnen, dass sogar der Hüter des DHfK‘s ein Tor vorbereitet hat.

USV TU Dresden II

Bei dem USV TU Dresden II kann man von einem Gegner auf Augenhöhe sprechen. Das Hinspiel in Dresden wurde wegen des katastrophalen Bodens 5:3 verloren. Dabei haben die Elbestädter unsere träumerische Anfangsphase knallhart ausgenutzt. Als wir im Spiel waren konnten wir dem Rückstand auch durch mangelnde Chancenverwertung in den Überzahlen nicht aufholen. Beim Rückspiel in heimischer Halle gewannen wir 4:2. Dabei schaffte es die TU nur in Überzahl Tore zu schießen. Das bitterste Kapitel gegen die TU war vergangene Saison wohl das Spiel um Platz 3. Dabei verloren wir 1:4. Es war ein sehr spannendes Spiel und wir haben den Ball einfach nicht im Tor der Dresdner unterbringen können.

SSV Heidenau

Als neuer Gegner der Saison 16/17 hat der SSV Heidenau sich zum Beginn der Saison ein gutes Image als Staffelsieger aufgebaut, da sie alle ihre Spiele souverän gewannen. Dafür mussten sie sich zwei Mal mit 2:1 und 4:1 gegen unsere Phönixe geschlagen geben. Dabei habe ich das eine Gegentor beim 4:1 verschuldet, da es in Folge meiner zwei Minuten Strafe wegen überhartem Körpereinsatz erfolgt ist. Der SSV Heidenau zeichnete sich durch eine sehr körperbetonte Spielart aus, ein unliebsamer Gegner, bei dem Mann nur hoffen kann, dass man die drei Punkte ohne Verletzungen und zerbrochene Schläger mit nach Hause nimmt.

Unihockey Igels Dresden II

Besonders für unseren Kapitän Jakob Neumann müssen die Spiele gegen den alten Verein etwas ganz besonderes gewesen sein. Hochmotiviert tritt er gegen seine alten Teamkollegen an und kann sich über zwei Siege gegen diese freuen. Das Hinspiel konnte 5:2 gewonnen werden. Dabei ist mal wieder ein Tor in der letzten Minute gegen uns gefallen. Wie schon so oft scheinen wir bei ausreichendem Vorsprung mit dem Spielen aufzuhören. Das Rückspiel endete nach zwei Dritteln zwar unentschieden, wurde aber nach drei Dritteln dank Felix Hilla und mir mit 3:1 gewonnen. Dabei haben wir uns gegenseitig in verschiedenen Überzahlen die Tore vorgelegt.

MFBC Grimma (D)

Spiele gegen Damenmannschaften laufen eigentlich immer gleich ab. Die Damen sind taktisch perfekt aufgestellt und haben technisch auch einiges auf dem Kasten. Dies müssen die Männer durch stärkeren Körpereinsatz und viel Laufarbeit kompensieren. Gegen den MFBC Grimma gewannen wir 9:1 und 10:2.

 

Die Playoffs begannen am 06.05.17 mit dem Viertelfinale gegen die Damen des UHC Weißenfels. Es wurde souverän mit 10:1 gewonnen. Dabei hätte es mit besserer Chancenverwertung viel deutlicher ausgehen können. Natürlich fiel das eine Gegentor kurz vor Schluss. Es wurde von der ehemaligen Phönixspielerin Sarah Geißler geschossen.

Leider haben wir diese Saison kein Floorballspiel zu 0 gewinnen können.

Alles in allem hat mir diese Saison sowohl als Spieler als auch als Trainer sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die kommende Saison, bei der ich wieder voll angreifen werde.

–> Alle Spiele in der Schnellübersicht

Phönix Leipzig beendet die Floorballsaison auf dem 4. Platz

An den Playoffs der Verbandsliga 2016/2017 teilnehmenden Phönixe.
An den Playoffs der Verbandsliga 2016/2017 teilnehmenden Phönixe.

Das Playoff-Final 4 der Verbandsliga Herren Großfeld wurde am 13.05.2017 in der Energieverbund Arena in Dresden ausgetragen. Als Staffelerster kämpften unsere Phönixe neben dem USV TU Dresden 2, dem UHC Elster und dem PSV 90 Dessau um die Floorball-Meisterschaft.

Im Vorfeld des Halbfinalspieles war natürlich Jeremy Beil, im Wissen um seine Torgefährlichkeit (link), allgegenwärtiges Thema. Phönix Leipzig wusste, dass besonders auf ihn aufzupassen ist. Erwartungsgemäß trug der Starspieler mit seinem wendigen Spiel und dem Blick für seine Mitspieler dazu bei, dass die Dessauer Mannschaft zu Spielbeginn sofort ein enormes Pressing an den Tag legen und mit präzisen Pässen Unordnung in der Phönix Abwehr erzwingen konnte. Phönix wurde dadurch auf dem falschen Fuß erwischt. Prompt folgten sonst ungewohnte Ball- und Raumverluste, z.B. bei Missverständnissen bei Wechseln, was zur schnellen 0:3 Rücklage bereits nach knapp 10 Minuten führte. Nichtsdestotrotz hat sich das Team nach 10 Minuten besser gefunden und Leipziger Aktionen im gegnerischen Drittel nahmen zu. Diese Chancen waren jedoch nie erfolgreich, auch nicht während einer Überzahl kurz vor dem Ende des ersten Drittels. Dies bedeutete, mit einem ernüchternden 3-Tore Rückstand nach einem Drittel in die Kabine gehen zu müssen.

Das zweite Drittel begann ausgeglichener, wenngleich Dessau weiterhin ein aggressives und schnelles Spiel machte. Chancen für Phönix boten sich sogleich während zwei Überzahlen, die aber ungenutzt blieben. Jedoch gelang das erste Phönix-Tor etwa zur Spielmitte in Unterzahl, nämlich nach einem schnellen und präzis ausgespieltem Konter, bei dem Marcus Barthel mit Tobias Schulze mitlief und seinen Pass herrlich verwerten konnte. Kurz darauf gelang es Dessau jedoch, die Führung erneut auszubauen, nachdem ein Dessauer hinter dem Tor vergessen wurde. Der Rest des zweiten Drittel war geprägt von Strafen, wobei aber keine weiteren Tore mehr erzielt wurden. Das zweite Drittel kann somit als ausgeglichen beschrieben werden, aber die drei frühen Gegentore aus dem ersten Drittel stellten aus Leipziger Sicht eine schwere Hypothek dar.

Im finalen Drittel kam dann Torwart Nils Wranik anstelle von Julian Hofer ins Leipziger Tor. Während Phönix weiterhin erfolglos anlief, kamen die schnellen Dessauer Pässe etwas weniger häufig an, trotzdem fielen noch zwei weitere Gegentore zum Schlussstand von 1:6.

Zusammenfassend begegnete den Phönixen eine starke Dessauer Mannschaft, welche das Saisonziel des Aufstieges fokussiert anstrebte.

Somit mussten sich die Phönixe von Traum des ersten Platzes in der Verbandsliga trennen. In dem nachfolgenden Spiel ging es folglich “nur noch” um den dritten Platz. Doch vorerst galt es, das zweite Halbfinale auszuspielen. In diesem Spiel fochten der USV TU Dresden 2 und der UHC Elster um den Einzug ins Finale. Das Spiel wurde von Beginn an vom UHC Elster dominiert und endete mit 7:0 für Elster. Erwähnenswert sind neben einer 5 zu 0 Führung im ersten Drittel, dem ersten Flitzer in der Verbandsliga Herren Großfeld auch eine rote Karte für einen Spieler des USV TU Dresden wegen einer Beleidigung der Schiedsrichter (Stinkefinger) die -aus Sicht der Phönixe- die Partie hervorragend führten. Nach einer Ruhepause von zwei Stunden, waren die Feuervögel bereit für ihr zweites Pflichtspiel des Tages.

Im Spiel um Platz 3 ging es gegen den Gastgeber und Titelverteidiger, USV TU Dresden 2. In der Floorballsaison konnte jede Mannschaft im direkten Vergleich einen Sieg mit nach Hause nehmen, somit stellten sich die Phönixe auf einen Gegner auf Augenhöhe ein. Gleichzeitig war es das 100. Pflichtspiel für Phönix und das vorerst letzte für Torhüter Nils Wranik, welcher seine Karriere jetzt beendet hat. Mit diesem Hintergrund gingen die Phönixe motiviert und zielorientiert in ihr letztes Saisonspiel.

Das erste Drittel begann ruhig und beide Mannschaften suchten nach Lücken in der gegnerischen Abwehr. In der 11. Spielminute waren es die Dresdener, die das erste Tor der Partie erzielten. Kurz darauf gab es eine 2 Minuten Strafe gegen Ronny Müller wegen Stockschlages. Das Unterzahlspiel erwies sich vorerst als erfolgreich, als Tobias Schulze den Ball in der eigenen Hälfte eroberte und den startenden Marcus Barthel mit einem hervorrangenden Pass bediente. Jedoch währte die Freude über den Ausgleich nur kurz, denn in der 14. Minute, 10 Sekunden vor Ablauf der Strafe, war es ein abgelenkter Schuss, welcher TU Dresden die erneute Führung einbrachte.

Bereits an dieser Stelle war offensichtlich, dass die Feuervögel auch im ihrem zweiten Spiel nicht mit Spielglück gesegnet waren, denn die beiden ersten Tore von Dresden fielen, weil beide Schüsse unhaltbar durch Leipziger abgelenkt wurden.

Das zweite Drittel war hart umkämpft und beide Mannschaften schenkten einander nichts. Die daraus folgenden 2 Minuten Strafen blieben auf beiden Seiten ungenutzt. Somit musste die Entscheidung dieser Partie im letzten Drittel der Saison erfolgen.

Dort starteten die Leipziger in Unterzahl. 50 Sekunden waren gespielt, als ein Abwehrfehler zum dritten Gegentreffer führte. Ein Dresdener konnte ungehindert um das Tor ziehen und den Lochball am leipziger Goalie Julian Hofer vorbeischieben. Wieder komplett waren es die Phönixe, die unbedingt das so dringend benötigte Tor schießen wollten. In der fünften Minute wurde dies durch eine 2. Minuten Strafe von Maik Biedermann unterbrochen, diese blieb jedoch ohne Folgen. In den folgenden Minuten wurden viele Torchancen durch die Leipziger generiert, die ein hervorragender dresdener Torhüter allesamt parierte. Einer 5 Minuten Strafe gegen Dresden folgte eine starke Druckphase und ein wahres Schussgewitter auf den Kasten des Torhüters der Dresdener. Gut herausgespielte und plazierte Schüsse wurden allesamt abgewehrt, Dresdens eingewechselter Torwart entwickelte sich zum Spieler des Tages. Jede seiner Paraden wurde von der Tribüne frenetisch gefeiert.  Um einer drohenden Niederlage entgegen zu wirken, entschied sich Phönix den Druck noch mehr zu erhöhen und mit allen Mitteln ein Tor zu erzwingen. Dies wurde von Dresden wahrgenommen und ein Konter der Gastgeber setzte den Schlusspunkt der Partie. Ein gut gespielter Pass auf den langen Pfosten wurde per Direktabnahme im Kasten der Phönixe, zum 1:4 Endstand, versenkt.

Es war eim Spiel auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für den USV TU Dresden II. Es zeigt sich, dass die fehlende Chancenauswertung, in einem ereignisreichem kleinen Finale, das größte Hindernis der Phönixe war, um das Spiel zu gewinnen.

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Halbfinale: Phönix Leipzig – PSV Dessau 1:6

FBC Phönix Leipzig: [T] Julian Hofer, Maik Biedermann, Elias Dannenberg, Stefan Schröter, Louis Mantwill, [T] Nils Wranik, [C] Jakob Neumann, Stefan Theurich, Maximilian Wagner, Stefan Piefel, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Tom Hartmann, Ronny Müller, Tobias Schulze, Felix Neubert, Gerrit Fuchs, Tino Pagel, Mirko Körner

1. Drittel:
1:23 0:1 Martin Hoffmann (Adrian Tauchmann) PSV 90 Dessau
5:02 0:2 Adrian Tauchmann (Philipp Neubauer) PSV
9:37 0:3 Sascha Marquardt (Jeremy Beil) PSV
16:54 2′ (Reklamieren) Jan Berbig PSV
2. Drittel:
1:55 2′ (Überharter Körpereinsatz) Martin Hoffmann PSV
9:31 2′ (Blockieren des Stocks) Philipp Neubauer PSV
11:48 2′ (Blockieren des Stocks) Mirko Körner Phönix Leipzig
12:12 Tor 1:3 Marcus Barthel (Tobias Schulze) Phönix
15:21 Tor 1:4 Philipp Neubauer PSV
17:22 Strafe 2′ (Stockschlag) Thilo Berger PSV
18:30 Strafe 2′ (Stockschlag) Mirko Körner Phönix
3. Drittel:
7:31 Tor 1:5 Martin Hoffmann (Philipp Neubauer) PSV
10:26 Tor 1:6 Sascha Marquardt (Justin Düben) PSV

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Kleines Finale: Phönix Leipzig – USV TU Dresden II 1:4

Phönix Leipzig mit: [T] Julian Hofer, Maik Biedermann, Elias Dannenberg, Stefan Schröter, Louis Mantwill, [T] Nils Wranik, [C] Jakob Neumann, Stefan Theurich, Maximilian Wagner, Stefan Piefel, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Tom Hartmann, Ronny Müller, Tobias Schulze, Felix Neubert, Gerrit Fuchs, Mirko Körner

1. Drittel:
10:23 0:1 Theo Genesener USV TU Dresden II
11:57 2′ (Stockschlag) Ronny Müller Phönix Leipzig
12:23 1:1 Marcus Barthel (Tobias Schulze) Phönix
13:47 1:2 Marc Kellermann (Volker Westhaus) USV
2. Drittel:
11:56 2′ (Sperren) Volker Westhaus USV
19:13 2′ (sonst. Vergehen) Maximilian Wagner Phönix
3. Drittel:
0:50 1:3 Clemens Straube USV
4:22 2′ (sonst. Vergehen) Maik Biedermann Phönix
12:26 5′ (Haken) Volker Westhaus USV
18:43 1:4 Markus Hübner (Clemens Straube) USV

Wir gratulieren dem neuen Verbandsliga-Meister PSV 90 Dessau, dem UHC Elster und dem USV TU Dresden II zum zweiten Platz und drittem Platz. Vielen Dank an die professionellen Ausrichter aus Dresden! Zudem bedanken sich alle Phönixe bei ihren Familien, Fans und Freunden für den Rückhalt und die Unterstützung über die Saison hinweg. Die Feuervögel ziehen sich nun in die Sommerpause zurück, um Energie zu sammeln, damit das Ziel der Meisterschaft in der kommenden Saison in Angriff genommen werden kann.

Wir sehen uns in der kommenden Saison, wenn die Phönixe wieder um die Meisterschaft der Verbandsliga kämpfen.

–> Saisonübersicht
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–> Bericht USV TU Dresden
–> Bericht PSV 90 Dessau

Playoffs: Kein Finale daheim in Leipzig

Die Chance zur großen Phönix-Finalparty in Leipzig ist weg. Die Floorball-Spielleitung hat dem USV TU Dresden II zugesagt, das Finale  der Verbandsliga-Playoffs in der Elbestadt auszurichten. Auch Phönix Leipzig hatte sich als Organisator für das Finale beworben, nachdem wir im vergangenen Jahr schon erfolgreich ein Playoff-Viertelfinale über die Bühne gebracht haben. Dritter Bewerber waren offensichtlich die Igels Dresden II, also allesamt sächsische Bewerber.

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Dass der USV TU Dresden II das Finale ausrichten darf, begründete die Staffelleitung so: „Die Igels Dresden haben die U17 KF Playoffs und das Team von Phönix Leipzig hatte letztes Jahr das Viertelfinale der Playoffs.“ Diese Entscheidung ist schade für uns, immerhin würden unser 100. Pflichtspiel spielen, falls wir das Finale erreichen. Aber die Vergabe zu unseren Ungunsten müssen wir akzeptieren.

Unklar ist jetzt noch, wo am 6./7. Mai das Playoff-Viertelfinale stattfindet. Denn offenbar gab es zuletzt nur einen Bewerber, wobei aber noch gar nicht sicher war, ob dieser sich überhaupt für die Playoffs qualifiziert. Wer der Bewerber war/ist, wissen wir nicht.

Unterdessen ist das Teilnehmerfeld für die Playoffs jetzt komplett. In unserer Staffel haben sich dafür außer uns noch der USV TU Dresden II, die Igels Dresden II sowie der SSV Heidenau qualifiziert. Der SC DHfK II Leipzig kann nach einer 6:12-Pleite am Wochenende gegen Schlusslicht Partisan Connewitz die Playoffs nicht mehr erreichen.

In der anderen Staffel mit den Teams aus Sachsen-Anhalt und Jena sind bereits alle Spiele gespielt. Dadurch steht fest, dass die UHC Weißenfels Damen unser Playoff-Viertelfinal-Gegner wären, sofern sie den Vergleich antreten werden. Zum Teil kamen da aus Weißenfels nicht ganz eindeutige Töne.

Die Floorball-Playoffs der Verbandsliga Ost finden am 6./7. Mai statt (Viertelfinale) sowie am 13./14. Mai (Halbfinale,Finale). Es dauert also noch ein paar Wochen bis zum nächsten Phönix-Pflichtspiel.

Phönix Leipzig kann also doch gegen Dresden gewinnen

Das Hinspiel konnten die Dresdner in eigener Halle verdient mit 5:3 für sich entscheiden. Nun war es an der Zeit bei unserem Heimspiel Revanche zu nehmen. Den Frühstart des USV noch in bester Erinnerung zeigte sich Phönix von Anfang an konzentriert und durch Spielertrainer Tobias Schulze gut eingestellt.

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Das gegenseitige Abtasten beider Mannschaften beendete Maik Biedermann mit einem schönen Schlenzschuss nach rund 7 min. Zuvor konnte Dresden einen Freischlag in der Ecke nur zum Leipziger Verteidiger klären. Fünf Minuten später handelte sich Dresden eine erste 2-Minuten-Strafzeit ein. Die folgende Überzahl nutze Louis Mantwill auf Zuspiel von Felix Hilla durch präzisen Abschluss in den Winkel. Der Anschlusstreffer für den USV zehn Sekunden vor Ende des ersten Drittel fiel kurios. Clemens Straube wollte den Ball offenbar halbhoch in den Slot spielen. Der Ball landete an der Hüfte von Felix Hilla und von dort direkt an Nils Wranik vorbei ins Tor.

Das zweite Drittel startete äußerst erfreulich. Gerrit Fuchs schickte Stefan Piefel auf der rechten Seite an der Bande lang. Dieser ließ mit starker Körpertäuschung gleich zwei Dresder aussteigen und vollendete platziert ins obere rechte Eck. Danach gelang es Phönix jedoch kaum noch Akzente zu setzen. Man verunsicherte sich teilweise selbst und fand kaum Lösungen dem immer stärker werdenden Pressing des Universtitätssportvereins zu entgehen. Nur Torhüter Nils Wranik, und den sich in jeden Schuss werfenden Verteidigern war zu verdanken, dass Dresden kein Tor gelang.

Glücklich über den positiven Ausgang des Mitteldrittels erinnerte Schulze seine Mannen an den Vorsatz, nun endlich den Dresden-Bann zu brechen und sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen zu lassen. Es gelang. Man konzentrierte sich wieder auf ein sicheres Aufbauspiel und eine kompakte Deckung bei gegnerischem Ballbesitz. In seiner unverwechselbaren Spielweise war es dann Rene Wildgrube der sich auf der linken Seite durchsetze und damit den Raum für Marcus Barthel schaffte. Dieser nutze dann den schönen Querpass um direkt ins leere Tor zu vollenden. In der Folge warf dann Dresden noch einmal alles nach vorn, konnte jedoch erst nach 16 Minuten noch einmal Kapitän Kellermann den Anschlusstreffer erzielen.

Durch eine geschlossene kämpferisch defensive Leistung und hohe Effektivität im Abschluss sichert sich Phönix erstmals drei Punkte gegen eine Dresdner Mannschaft. In der nächsten Woche sollte dieser Erfolg gegen die ebenfalls aus Dresden stammenden Igels II wiederholt werden. Nur so bleibt man im Kampf um die Tabellenspitze oben mit dabei.

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FBC Phönix Leipzig mit:[T] Nils Wranik, Maik Biedermann, Elias Dannenberg, Louis Mantwill, René Wildgrube, [C] Jakob Neumann, Felix Hilla, Stefan Piefel, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Tom Hartmann, Ronny Müller, Tobias Schulze, Felix Neubert, Gerrit Fuchs, Tino Pagel, [T] Julian Hofer

1. Drittel:
7:19 Tor 1:0 Maik Biedermann FBC Phönix Leipzig
12:56 Strafe 2′ (unkorrekter Abstand) Markus Hübner USV TU Dresden II
14:29 Tor 2:0 Louis Mantwill (Felix Hilla) FBC Phönix Leipzig
19:10 Strafe 2′ (Stockschlag) Tom Hartmann FBC Phönix Leipzig
19:50 Tor 2:1 Clemens Straube (Theo Genesener) USV TU Dresden II
2. Drittel:
2:03 Tor 3:1 Stefan Piefel (Gerrit Fuchs) FBC Phönix Leipzig
3. Drittel:
3:53 Tor 4:1 Marcus Barthel (René Wildgrube) FBC Phönix Leipzig
6:55 Strafe 2′ (Blockieren des Stocks) Marcus Barthel FBC Phönix Leipzig
8:20 Strafe 2′ (Stoßen) Sebastian Dienerowitz USV TU Dresden II
14:18 Strafe 2′ (Stockschlag) Felix Neubert FBC Phönix Leipzig
16:08 Tor 4:2 Marc Kellermann USV TU Dresden II

–>Fotos

Der Angstgegner aus Dresden kommt

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Dresden jubelt, Phönix zahlt Lehrgeld. Wie lange noch?

Warum bekommen die Feuervögel immer wieder Nervenflattern gegen den Universitätssportverein der TU Dresden? Bis heute ist jedes der vier Floorball-Großfeld-Duelle gegen die erste oder zweite TU-Mannschaft eine Geschiche über das Misslingen in drei zwanzigminütigen Akten. In der Premieren-Saison 2010/2011 vermasselten die schwarz-gelben den Phönixen das greifbare Playoff-Ziel – es hagelte zwei Pleiten in Folge. Zwei bittere Pillen, die schmerzten. Sie markierten auch noch den Start einer traurigen Sieglos-Serie. Danke Dresden!

In der Folge zeigten sich die Liga-Verantwortlichen gnädig mit den Leipzigern. Sie steckten die Feuervögel als Exoten in die Sachsen-Anhalt-Staffel. Die technisch starken Dresdner waren damit plötzlich weit weg. Phönix sammelte stattdessen jahrelang Liga-Erfahrung im Ursprungslang der Reformation, wie es jetzt heißt. Was hat’s gebracht? 2016 feierten die Leipziger Floorballer ihren größten Vereinserfolg. Sie holten den 2. Platz in der Verbandsliga Ost… aber sie fanden auch ihren Meister im … richtig … USV TU Dresden (II). Deutlich ging das Finale gegen die Elbestädter verloren. Wie damals, Anfang 2011, stoppten die TUler den Feuervogel-Höhenflug mit 7:1.

Fehlt noch die (bislang) vierte Niederlage. Die ist gar nicht so lange her. Denn die kühnen Liga-PlanerInnen packten uns diese Saison wieder in die Sachsen-Staffel. Und weil sie es so „gut“ mit uns meinten, tummeln sich dort gleich zwei Dresdner Teams. Was für eine Bewährungsprobe! Die erste ging Anfang November mit 3:5 verloren. Fünf Jahre Praxis sammeln in Sachsen-Anhalt war also so ertragreich wie 2013 die U19-WM in Hamburg. Zwischendurch kam auch noch eine fast verdrängte 2:10-Klatsche dazu, damals im Playoff-Viertelfinale, Saison 2013/2014. Das Ergebnis spricht für sich. Damit steht vorläufig eine Phönix-Bilanz von 10:25 12:35 Toren gegen die Dresdner Floorballer der TU (Mannschaft 1 und 2).

Wie soll das nur weitergehen? Es hat ja nicht mal geholfen, dass sich Phönix mittlerweile mit Ex-Dresdnern verstärkt hat. Und dann stehen da ja noch die zwei Partien gegen die Igels II aus Dresden bevor. Wird das der Beginn der nächsten „glorreichen“ Bilanz? Anfang 2017 wird sich schnell zeigen, ob genau wie 2015/2016 wieder ein Staffelsieg möglich ist, oder die Feuervögel erst einmal kleinere Brötchen backen müssen. Falls letzteres eintritt, halten wir uns an unserem Sieg gegen den Dresdner Vorort fest.

Jetzt stehen nach dem Jahreswechsel die nächsten Vergleiche auf dem Programm. Wir freuen uns, dass der Lochball in Kürze wieder rollt. Teil 6 der (bisher) missglückten TU-Duelle beginnt am kommenden Samstag, 7. Januar, 15 Uhr in der Sporthalle der 68. Schule im Leipziger Gohlis. Wir haben also Heimvorteil. PS: Am Eingang bitte Schuhe ausziehen, sonst gibts Ärger mit dem Leipziger Amt für Gebäudemanagement/Amt für Sport. #dickesockenanziehen

 

Phönix Leipzig – USV TU Dresden II
Samstag, 7. Januar, 15 Uhr, Leipzig/Gohlis, 68. Schule (Nähe Kaufland)
bereits 13Uhr: SSV Heidenau – SC DHfK Leipzig II

Umkämpfte Floorball-Partie in Dresden

Am Sonntag, dem 30.10.2016, fand für uns der dritte Spieltag der Verbandsliga Ost in Dresden statt. Hier bestritten unsere Feuervögel von Phönix Leipzig ihr drittes Saisonspiel gegen den USV TU Desden 2, dem Verbandsliga-Meister der vergangen Saison. Mit einem Sieg und einer knappen Niederlange aus den ersten zwei Saisonspielen reiste man mit viel Selbstvertrauen in die Landeshauptstadt. Trotz zahlreicher Ausfälle von Leistungsträgern, wie Tino Pagel und Maximilian Wagner, sowie beiden Stammtorhütern Julian Hofer und Nils Wranik, reisten die Phönixe mit 13 Spielern zum Spieltag. Die Position des Goalies wurde von Tom Hartmann übernommen, der somit sein zweites Ligaspiel im Feuervogel-Dress und sein Debüt im Tor absolvierte.
Das erste Drittel startete energetisch. Der USV TU Dresden 2 erwischte durch aktives Pressing einen perfekten Start und punktete bereits nach 30 und 80 Sekunden. Die Phönixe schienen in den ersten Minuten nicht konzentriert und ließen dem Gegner viele Torchancen. Die anfängliche Überraschung konnten die Feuervögel nach taktischer Umstellung vom Trainer Tobias Schulze schnell überwinden, sodass Mirko Körner nach Assist von Jakob Neumann den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte. Im Laufe des ersten Drittels kamen die Leipziger immer besser ins Spiel. Nach 18 Minuten und 47 Sekunden passte Felix Hilla, nach guter Einzelaktion, zu Tobias Schulze, welcher den Lochball zielsicher im Tor der Dresdener versenkte. Somit gingen die Phönixe mit guter Leistung in die Drittelpause.

Der Anfang des zweiten Drittels war hart umkämpft. Beide Seiten schenkten einander nichts. Die offensive Spielweise unserer Feuervögel forderte ihren Tribut, sodass die Dresdener nach knapp 6 Minuten mit 3:2 erneut in Führung gehen konnten. Wie auch im ersten Drittel zeigte dann Mirko Körner seine Schussfähigkeiten und hielt nach Vorlage von Elias Dannenberg die Phönixe mit dem 3:3 im Spiel. In den folgenden Minuten passte bei den Phönixen viel zusammen, beispielsweise konnte man sich immer öfter in den Kurven der Dresdener halten. Leider fehlte nur der finale Pass zum Torerfolg. Den offenen Schlagabtausch im zweiten Drittel konnte der USV TU Dresden 2 mit 4:3 für sich gewinnen. Es blieb folglich beim Rhythmus, bei dem unsere Phönixe dem Gegner ein Tor hinterher hinken.

Das Ziel des dritten Drittels war klar definiert. Durch zügigere Abschlüsse sollten mehr Torchancen generiert werden und eine höhere Konzentration sollte Dresden an weiteren Torerfolgen hindern. Leider konnte dieses Ziel nicht umgesetzt werden, sodass der Hüter Tom Hartmann nach knapp 6 Minuten erneut hinter sich greifen musste. In den folgenden Minuten erhöhten die Feuerroten den Druck, um den Rückstand von 5:3 zu begleichen. Oft konnte man sich bis zum gegnerischen Tor vorarbeiten, doch ein erfolgreicher
Torabschluss blieb aus. Folglich vergingen weitere 10 Minuten komplett torlos. In Folge des erhöhten Körpereinsatzes wurde 5 Minuten vor dem Schlusspfiff eine eindeutige Torchance der Feuervögel durch Haken verhindert. Der -korrekterweise folgende- Strafstoß wurde von Tobias Schulze ausgeführt. Trotz guter Ausführung des Strafstoßes musste sich der Trainer dem Schlussmann der Dresdener geschlagen geben. Nach Regelwerk folgte somit eine 2 Minuten Strafe gegen Dresden. (Es gilt zu erwähnen, dass korrekterweise eine 5 Minutenstrafe hätte gegeben werden müssen.) Das Überzahlspiel begann zunächst langsam und bedacht. Die Phönixe kontrollierten das Geschehen und konnten einige Male auf das Tor des USV TU Dresden 2 abschließen. Allerdings fehlte es an Genauigkeit und Glück, um den Lochball im gegnerischen Tor zu versenken. Auch ein zweites Überzahlspiel, ermöglicht durch überharten Körpereinsatz der Dresdener, brachte nur wenig Veränderung im Spiel der Phönixe. Es blieb beim Endstand von 5:3.

Dessen ungeachtet zeigten die Feuerroten einen starken Auftritt, bei dem man leider den Rhythmus des Gegners nicht brechen konnte. Somit muss die erhoffte Revanche für das verlorene Finalspiel der letzten Saison auf die Rückrunde erschoben werden.

 

Phönix Leipzig mit:  Elias Dannenberg, Louis Mantwill, René Wildgrube, [C] Jakob Neumann, Stefan Theurich, Felix Hilla, Tommy Kürschner, [T] Tom Hartmann, Johanna Kauschke, Tobias Schulze, Felix Neubert, Gerrit Fuchs, Mirko Körner

1. Drittel:
00:28 1:0 Clemens Straube (Edwin Achten) USV TU Dresden II
01:18 2:0 Kilian Bohse (Simon Wolf) Dresden II
03:13 2:1 Mirko Körner (Jakob Neumann) Phönix Leipzig
18:47 2:2 Tobias Schulze (Felix Hilla) Phönix Leipzig
2. Drittel:
05:52 3:2 Edwin Achten (Ricardo Franze) Dresden II
09:56 3:3 Mirko Körner (Elias Dannenberg) Phönix Leipzig
15:23 Tor 4:3 Simon Wolf Dresden II
3. Drittel:
05:52 5:3 Kilian Bohse (Sebastian Dienerowitz) Dresden II
14:57 2′ (Strafschuss) Sebastian Dienerowitz Dresden II
17:07 2′ (Überharter Körpereinsatz) Sebastian Dienerowitz Dresden II