Schlagwort-Archive: Leipzig

Phönix Leipzig 2016/2017 – ein Saisonrückblick in 15 Akten

Meine erste Spielzeit als Floorballtrainer bei Phönix Leipzig ging am 13.05.17 mit 15 Spielen an 13 Wochenenden zu Ende. Wir konnten als Erster unserer Staffel und als Vierter der Playoffs die Saison abschließen. Alles in allem ist die Enttäuschung bei allen Spielern natürlich da, nachdem uns im vergangenen Jahr die Vizemeisterschaft gelungen war. Nun ist es Zeit das Jahr nochmal Revue passieren zu lassen.

Als erstes möchte ich mich zu unseren sechs Gegnern in der Staffel äußern. Dabei haben wir von 12 Spielen nur eins nach regulärer Spielzeit und eins in der Verlängerung verloren.

Partisan Connewitz

Die torreichsten Partien dieses Jahr fanden mit den Partisanen aus Connewitz statt. Dabei konnte sich unsere Phönixe mit 16:5 und 18:5 durchsetzen. Beide Spiele fanden in unserer Heimhalle an der Radrennbahn statt. Das spielte uns natürlich in die Karten. Die meisten Gegentore kassierten wir im zweiten Drittel, da unsere Führung schon sehr respektabel war und plötzlich alle Phönixe Tore schießen wollten. Es wurde quasi Einbahnstraßenfloorball gespielt. Weiterhin nutze ich die Gelegenheit um besonders verdienten Phönix-Spielern Wünsche zu Erfüllen und baute die Reihen komplett um. Es fiel unserer Verteidigung aber auch schwer, auf planlos agierende Partisanen zu reagieren. Ziel für kommende Begegnungen muss es sein, weniger Tore zu kassieren.

SC DHfK Leipzig II

Die zweite Mannschaft des DHfK baut sich aus zwei Arten von Spielern zusammen. Jungspieler, die noch nicht gut genug für die zweite Bundesliga sind und erfahrene „Alte-Herren“. Dabei möchte ich ganz besonders Tino Schnelle hervorheben, der uns bei unserer knappen Niederlage in der Verlängerung vier Tore und eine Vorlage eingeschenkt hat. Mit seiner fabelhaften Schusstechnik ist er der bedeutendste Faktor für ihren Erfolg. Aber wie schon Brasilien ohne Neymar ging der DHfK ohne Schnelle unter. Das Rückspiel wurde mit 5:3 gewonnen und der DHfK konnte nur durch träumende Phönixe am Ende des Spiels nochmal rankommen. Dabei ist zu erwähnen, dass sogar der Hüter des DHfK‘s ein Tor vorbereitet hat.

USV TU Dresden II

Bei dem USV TU Dresden II kann man von einem Gegner auf Augenhöhe sprechen. Das Hinspiel in Dresden wurde wegen des katastrophalen Bodens 5:3 verloren. Dabei haben die Elbestädter unsere träumerische Anfangsphase knallhart ausgenutzt. Als wir im Spiel waren konnten wir dem Rückstand auch durch mangelnde Chancenverwertung in den Überzahlen nicht aufholen. Beim Rückspiel in heimischer Halle gewannen wir 4:2. Dabei schaffte es die TU nur in Überzahl Tore zu schießen. Das bitterste Kapitel gegen die TU war vergangene Saison wohl das Spiel um Platz 3. Dabei verloren wir 1:4. Es war ein sehr spannendes Spiel und wir haben den Ball einfach nicht im Tor der Dresdner unterbringen können.

SSV Heidenau

Als neuer Gegner der Saison 16/17 hat der SSV Heidenau sich zum Beginn der Saison ein gutes Image als Staffelsieger aufgebaut, da sie alle ihre Spiele souverän gewannen. Dafür mussten sie sich zwei Mal mit 2:1 und 4:1 gegen unsere Phönixe geschlagen geben. Dabei habe ich das eine Gegentor beim 4:1 verschuldet, da es in Folge meiner zwei Minuten Strafe wegen überhartem Körpereinsatz erfolgt ist. Der SSV Heidenau zeichnete sich durch eine sehr körperbetonte Spielart aus, ein unliebsamer Gegner, bei dem Mann nur hoffen kann, dass man die drei Punkte ohne Verletzungen und zerbrochene Schläger mit nach Hause nimmt.

Unihockey Igels Dresden II

Besonders für unseren Kapitän Jakob Neumann müssen die Spiele gegen den alten Verein etwas ganz besonderes gewesen sein. Hochmotiviert tritt er gegen seine alten Teamkollegen an und kann sich über zwei Siege gegen diese freuen. Das Hinspiel konnte 5:2 gewonnen werden. Dabei ist mal wieder ein Tor in der letzten Minute gegen uns gefallen. Wie schon so oft scheinen wir bei ausreichendem Vorsprung mit dem Spielen aufzuhören. Das Rückspiel endete nach zwei Dritteln zwar unentschieden, wurde aber nach drei Dritteln dank Felix Hilla und mir mit 3:1 gewonnen. Dabei haben wir uns gegenseitig in verschiedenen Überzahlen die Tore vorgelegt.

MFBC Grimma (D)

Spiele gegen Damenmannschaften laufen eigentlich immer gleich ab. Die Damen sind taktisch perfekt aufgestellt und haben technisch auch einiges auf dem Kasten. Dies müssen die Männer durch stärkeren Körpereinsatz und viel Laufarbeit kompensieren. Gegen den MFBC Grimma gewannen wir 9:1 und 10:2.

 

Die Playoffs begannen am 06.05.17 mit dem Viertelfinale gegen die Damen des UHC Weißenfels. Es wurde souverän mit 10:1 gewonnen. Dabei hätte es mit besserer Chancenverwertung viel deutlicher ausgehen können. Natürlich fiel das eine Gegentor kurz vor Schluss. Es wurde von der ehemaligen Phönixspielerin Sarah Geißler geschossen.

Leider haben wir diese Saison kein Floorballspiel zu 0 gewinnen können.

Alles in allem hat mir diese Saison sowohl als Spieler als auch als Trainer sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die kommende Saison, bei der ich wieder voll angreifen werde. (von Tobias Schulze)

–> Alle Spiele in der Schnellübersicht

Die perfekte Rückrunde für Phönix Leipzig

Am Sonntag, 19. März, reisten die Feuervögel nach Dresden, um das letzte Floorballspiel vor den Play-Offs zu bestreiten. Als Gegner wartete der SC DHfK Leipzig II, mit dem man noch eine Rechnung offen hatte, da das Hinspiel unglücklich mit 6:7 (n.V.) verloren ging. Bis zum Sonntag hatte Phönix jedoch jedes Spiel der Rückrunde gewonnen und reiste mit einer Siegesserie von unglaublichen acht Spielen zur Partie. Der Staffelsieg war bereits zwei Wochen vorher durch das 18:5 gegen Partisan Connewitz in der Tasche.

img_1997_cmp
Fotos: Stephan Weiser (www.pixeltanz.net)

Für die zweite Mannschaft des DHfK reisten nur neun Spieler an und wir wussten: Ein Sieg ist Pflicht. Das Spiel startete sehr verhalten, wobei Phönix versuchte, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Dies gelang gut, doch sprangen dabei keine gefährlichen Situationen heraus. Dies lag vor allem daran, dass der SC DHfK II extrem defensiv antrat und kaum Zug nach vorn entwickelte. Das Spiel war dadurch extrem zäh, doch blieben die Feuervögel dran und wurden nach circa neun Minuten belohnt. Durch einen wunderbaren Doppelpass zwischen Stefan Piefel und Felix Neubert fiel das 1:0. Leider war es von den 12 Abschlüssen aus dem ersten Drittel der einzige, der verwandelt wurde. Mit der knappen 1:0-Führung ging es in die Pause.

Dort wurde allen Phönixen klargemacht, dass man eine perfekte Rückrunde spielen kann und man mehr über die Seiten kommen muss, da hier der Gegner anfällig war. Diese Marschroute wurde jedoch 56 Sekunden nach Wiederanpfiff zerstört. Durch einen schnellen Auswurf konnte der SC DHfK II einen drei gegen zwei Konter fahren und perfekt abschließen. Das war auch das einzige Mittel, dass dem SC DHfK einfiel, über schnelle Auswürfe und hohe Bälle gefährlich zu werden. Durch das Gegentor war es unserem Goalie Julian Hofer wieder nicht vergönnt, einen Shut-Out zu feiern. In der Folge versuchten die Phönix-Floorballer, sich wieder zu konzentrieren und durch gutes Passspiel zu mehr Abschlüssen zu kommen. Diese wurden meist vom guten Torhüter der DHfKler vereitelt. Doch man blieb konzentriert, was belohnt wurde: Nach einem super Zuspiel von Gerrit Fuchs auf Stefan Piefel gelang die erneute Führung zum 2:1. Stefan Piefel wartete am langen Pfosten und musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause.

Insgesamt konnte man mit der Leistung im zweiten Drittel zufrieden sein, doch war einmal mehr die Chancenverwertung ein Manko. Die Ansprache durch Spielertrainer Tobias Schulze fiel knapp aus. Jeder wusste, dass nun das letzte Drittel der Hauptrunde anbricht und auf welche Mittel die DHfK-Floorballer wohl noch zurückgreifen würden.

Die letzten Zweifel an einen Sieg wurden im letzten Drittel bereits nach 48 Sekunden ausgeräumt. Nach Vorlage von Maximilian Wagner erzielte Gerrit Fuchs sein erstes Tor im Trikot der Feuervögel – mit einem satten Schlagschuss von der Mittellinie. Nun hatte man Blut geleckt und band den Gegner im eigenen Drittel fest. In der Folge erspielte sich Phönix weitere gute Chancen und es entwickelte sich ein einseitiges Spiel. Dennoch dauerte es zehn Minuten bis das 4:1 durch Marcus Barthel aus kurzer Entfernung erzielt wurde. Er hatte vorher schon angedeutet, dass er unbedingt noch ein Tor schießen möchte.

Das Spiel schien gelaufen und die Torchancen auf beiden Seiten wurden Mangelware. Bis zur 18. Minute. Innerhalb von 38 Sekunden fielen drei Tore. Den Anfang machte der Topscorer im Phönix-Trikot, Felix Hilla. Er versenkte nach gutem Solo den Ball in gewohnter Manier im Tor des Gegners. Es war sein insgesamt 19. Saisontor und der 25. Scorerpunkt. Der SC DHfK konnte 12 Sekunden nach dem Phönix-Tor noch einal antworten und brauchte anschließend nur weitere 26 Sekunden, um auf 3:5 zu verkürzen. Dies klappte vor allem durch ein hartes Pressing des Gegners und durch unsere mangelnde körperliche Präsenz im Slot. Der Ball konnte nicht schnell genug geklärt werden und im Gewusel war es für Torhüter Julian Hofer unmöglich, den Ball zu halten. Doch wie die ganze Saison ließ sich das Team um Spielertrainer Tobias Schulze nicht aus dem Konzept bringen und brachte Spiel souverän zu Ende.

Am Ende konnte man die nächsten drei Punkte verbuchen sowie den neunten Sieg in Folge. Die Hauptrunde wird damit genau wie vor einem Jahr auf Platz 1 beendet und es wurde die perfekte Ausgangssituation für die bevorstehenden Verbandsliga-Playoffs geschaffen. Jetzt heißt es, sich zu erholen und sich perfekt auf die entscheidende Phase vorzubereiten.

img_1882_cmp
Fotos: Stephan Weiser (www.pixeltanz.net)

FBC Phönix Leipzig:[T] Julian Hofer, [C] Jakob Neumann, Maximilian Wagner, Felix Hilla, Stefan Piefel, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Tom Hartmann, Ronny Müller, Tobias Schulze, Felix Neubert, Gerrit Fuchs, Mirko Körner

1. Drittel:
8:42 0:1 Felix Neubert (Stefan Piefel) FBC Phönix Leipzig
2. Drittel:
0:56 1:1 Michael Winter (Daniel Gaumnitz) SC DHfK Leipzig II
17:48 1:2 Stefan Piefel (Gerrit Fuchs) Phönix
3. Drittel:
0:48 1:3 Gerrit Fuchs (Maximilian Wagner) Phönix
10:36 1:4 Marcus Barthel (Tobias Schulze) Phönix
17:21 1:5 Felix Hilla Phönix
17:33 2:5 Philipp Swoboda (Marcel Günther) SC DHfK II
17:59 3:5 Philipp Swoboda SC DHfK II

 

Auszeiten:
SC DHfK Leipzig II 6:48 / III

->Fotos

 

2*3=6 Punkte in 8 Tagen

Nur 8 Tage nach dem erfolgreichen Hinspiel traf Phönix Leipzig am vergangenen Sonntag erneut auf die Floorballerinnen des MFBC Grimma. Nach nun zwei Erfolgen in Serie und dem hohen Sieg mit nur einem Gegentreffer in der vergegangenen Woche im Gepäck, sollte bei diesem Spiel das Saisonziel von Goalie Julian Hofer sowie Stammspieler Mirko Körner erreicht werden: Ein Spiel ohne Gegentor gewinnen.

Wie die Phönix-Floorballer im Hinspiel schon erfahren mussten, war man zwar körperlich den Damen aus Grimma überlegen, dennoch konnten diese durch gezielte Pässe schnell torgefährlich werden. Es galt daher, 60 Minuten lang konzentriert zu verteidigen und konsequent Schüsse aufs Tor zu verhindern oder abzublocken.

Das Spiel begann und nach nur 43 Sekunden landete ein Distanzschuss von Mirko Körner im Winkel des Grimmaer Tores und brachte die Leipziger in Führung. Zu loben ist an dieser Stelle, dass es das dritte Spiel in Folge war, in dem Phönix innerhalb von zwei Minuten in Führung ging. Die in den letzten Jahren häufig aufgetretene „Phönix-Spielbeginns-Müdigkeit“ scheint sich langsam zu legen. Nach dem starken Anfang verlief das erste Drittel ansonsten auf Augenhöhe. Zwar konnten mit 21 Abschlüssen die Leipziger sehr viele Chancen herausspielen, allerdings gingen die Bälle entweder knapp vorbei oder scheiterten an der Keeperin. Der MFBC Grimma schaffte es, trotz aggressiven Pressings der Leipziger das eigene Spiel aufzubauen und den  Ball laufen zu lassen. In der 18ten Spielminute ging ein riskanter Pass durch zwei Leipziger Verteidiger durch und wurde von Grimma zum 1:1 Drittelendstand verwandelt … Getreu der Fussballweisheit: „Wenn du die Dinger vorne nicht machst, bekommst du sie hinten rein“…

Bis auf die Chancenverwertung und persönliche Meinungsäußerungen über die Richtigkeit der Schiedsrichterentscheidungen war an der Spielweise des ersten Drittels nichts auszusetzen und so spielte Phönix auch im zweiten Drittel kompakt und setzte den Gegner früh unter Druck. Mirko Körner feuerte eine Vielzahl von Schüssen aus zweiter Reihe aufs Tor, jedoch warfen sich meist Spielerinnen aus Grimma dazwischen, die für den Einsatz mit blauen Flecken belohnt wurden, die ihnen bestimmt noch ein paar Tage Freude bereiten werden. Vielleicht auch, weil weniger als im ersten Drittel über eventuelle Fehleinschätzungen der Unparteiischen geschimpft wurde, konnten in der 5ten, 7ten, 9ten und 16ten Spielminute die Sturmreihen beider Leipziger Blöcke gleichmäßig punkten und die Gäste solide mit 5:1 in Führung bringen. Auch das dritte Drittel verlief nach dem Geschmack von Phönix, denn innerhalb von 14 Minuten konnte auf eine sichere 10:1 Führung ausgebaut werden. Kurz vor Schluss gelang den Gastgebern noch ein letzter Treffer zum 10:2 Endstand.

Insgesamt war es ein körperlich betontes aber faires Floorball-Spiel, was Phönix durch eine sehr hohe Laufbereitschaft und gutes Stellungsspiel sicher für sich entschied. Die angereisten Fans der Gastgeber hatten zwar augenscheinlich eine andere Meinung vom Spiel, welche Sie auch laut kundgaben, reagierten aber in der dem Spiel folgenden Diskussion besonnen und wiesen die Vorwürfe eines nicht angemessenen Sprachgebrauches eloquent und unter Verwendung eindeutiger Gesten von sich.


FBC Phönix Leipzig:

[T] Julian Hofer, René Wildgrube, [C] Jakob Neumann, Maximilian Wagner, Felix Hilla, Stefan Piefel, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Tom Hartmann, Tobias Schulze, Felix Neubert, Gerrit Fuchs, Tino Pagel, Mirko Körner

 

1. Drittel:
0:43 Tor 0:1 Mirko Körner (Tom Hartmann) FBC Phönix Leipzig
17:50 Tor 1:1 Wiebke Richter (Hannah Mestenhauser) MFBC Grimma (D)
2. Drittel:
4:43 Tor 1:2 Maximilian Wagner (Jakob Neumann) FBC Phönix Leipzig
6:16 Tor 1:3 Tommy Kürschner (Tino Pagel) FBC Phönix Leipzig
8:10 Tor 1:4 René Wildgrube FBC Phönix Leipzig
15:32 Tor 1:5 Maximilian Wagner (Marcus Barthel) FBC Phönix Leipzig
3. Drittel:
4:07 Tor 1:6 Tobias Schulze (Felix Hilla) FBC Phönix Leipzig
5:57 Tor 1:7 Stefan Piefel FBC Phönix Leipzig
7:28 Tor 1:8 Felix Hilla FBC Phönix Leipzig
11:01 Tor 1:9 Felix Neubert (Maximilian Wagner) FBC Phönix Leipzig
13:57 Tor 1:10 Felix Hilla (Tommy Kürschner) FBC Phönix Leipzig
16:41 Tor 2:10 Vanessa Weikum MFBC Grimma (D)

–> Der Spielbericht der Gegnerinnen

Hoher Pflichtsieg gegen die MFBC Grimma Damen

Für das fünfte Saisonspiel empfing Phönix Leipzig die Floorballerinnen des MFBC Grimma. Pflichtgemäß erschienen ganze 15 Phönixe an diesem Heimspieltag, um gegen 17 Gegnerinnen anzutreten. Phönix war motiviert, mit diszipliniertem Spiel viele Torchancen zu erspielen, wie im vorangegangen erfolgreichen Spiel gegen den SSV Heidenau. Mit einer etwas besseren Chancenauswertung als vor zwei Wochen schien ein Sieg möglich, wenngleich Phönix sich der taktischen und technischen Stärken der generischen Spielerinnen mehr als bewusst war.

Nach Anpfiff zeigte sich, dass es richtig war, die Gegnerinnen nicht zu unterschätzen. Grimma legte durch das ganze Spiel hinweg ein aggressives Zweikampfverhalten an den Banden und hinter dem Phönix-Tor an den Tag. Nichtsdestotrotz fand schon nach 47 Sekunden ein Schuss von René Wildgrube den Weg ins gegnerische Tor. Danach agierte Phönix nicht cool genug, Grimma gewann einige Zweikämpfe und schickte den Ball in die Ecken und schliesslich in den Phönix Slot. Im anschließenden Gewühl war die Schaufel einer Grimmaerin am schnellsten und der Ausgleich war schon nach ca. 2 Minuten geschehen. Phönix spielte weiterhin nicht ruhig genug und kurz nach dem Ausgleich bot sich Grimma dank schönem Kombinationsspiel frei vor dem Tor eine weitere hochkarätige Chance, die der danach wenig beschäftigte Schlussmann Julian Hofer aber mit schnellem Reflex zunichtemachte. Diese Grimma-Chance ließ Phönix aber nicht weiter verunsichern und es folgten zwei weitere Tore für die Gastgeber, welche das Startdrittel mit beruhigendem 3:1 Vorsprung enden liess.

Dieser Vorsprung wurde im zweiten Drittel rasch erhöht mit dem 4:1 für Phönix in der 25. Minute. Kurz danach rangen sich die Schiedsrichter auch durch, gegen Grimma eine 2 Minuten Strafe – die einzige des Spiels – wegen Stoßens auszusprechen. Mirko Körner nutzte nach nur 13 Sekunden Überzahl den sich ihm bietenden Raum, um den Ball mit einem gezielten Fernschuss im Tor zu versenken. Das war sogleich sein drittes Tor in dem Spiel hintereinander. Im zweiten Drittel folgten noch zwei weitere Treffer durch Felix Hilla, der am Samstag insgesamt auch drei Tore erzielte. MFBC Grimma kämpfte weitestgehend vergebens um Bälle in der Nähe des Phönix Tors. Nur einmal drang eine Spielerin mit geschickt erlaufenem Ball von hinter dem Tor in Richtung Phönix-Slot vor.

Im dritten Drittel geschah lange wenig, die Abschlüsse von Phönix landeten nicht im Tor. Kurz vor Ende des Floorball-Spiels wurde der Spielstand dann doch noch durch zwei Phönix Treffer auf 9:1 erhöht.

Bereits am nächsten Sonntag 11.Dezember 2016 steht schon das Rückspiel in Grimma an, wo der MFBC als Gastgeber die Revanche suchen wird.

FBC Phönix Leipzig mit: [T] Julian Hofer, Tino Pagel, René Wildgrube, Mirko Körner, Tommy Kürschner, Felix Hilla, Marcus Barthel, Maximilian Wagner, Felix Neubert, Elias Dannenberg, Gerrit Fuchs, Stefan Piefel, Stefan Theurich, [C] Jakob Neumann, Tobias Schulze.

–> Der Bericht des MFBC

1. Drittel:
0:47 Tor 1:0 René Wildgrube (Mirko Körner) FBC Phönix Leipzig
2:13 Tor 1:1 Alexandra Kürth MFBC Grimma (D)
6:26 Tor 2:1 Felix Hilla Phönix
8:25 Tor 3:1 Mirko Körner (Felix Hilla) Phönix
2. Drittel:
4:24 Tor 4:1 Mirko Körner (Gerrit Fuchs) Phönix
4:40 Strafe 2′ (Stoßen) Charlotte Rüssel MFBC Grimma (D)
4:53 Tor 5:1 Mirko Körner (Maximilian Wagner) Phönix
11:32 Tor 6:1 Felix Hilla (René Wildgrube) Phönix
13:09 Tor 7:1 Felix Hilla (Tobias Schulze) Phönix
3. Drittel:
17:09 Tor 8:1 Elias Dannenberg Phönix
18:29 Tor 9:1 Eigentor Phönix

5 Jahre Phönix: Turnier-Spielplan steht

Das Phönix-Team steht in den Startlöchern und freut sich auf sein Jubiläumsturnier. Am kommenden Samstag, 29. August, rollt ab 11 Uhr der Ball in der Sporthalle an der Radrennbahn (Windorfer Straße). Wir freuen uns auf den USV Jena, den UV Zwigge 07 sowie einige Ex-Phönixe, die zum Jubiläum wieder zumindest einmalig den Schläger schwingen wollen. Im Laufe des Tages haben wir als Überraschung auch einige Challenges eingeplant, die Extra-Punkte bringen können. Den ganzen Tag über werden wir auch einen Imbiss mit Salaten und Kuchen sowie Getränken für kleines Geld in der Halle zur Verfügung stellen. Wir würden uns freuen, am Samstag zahlreiche Besucher in der Halle begrüßen zu können.

vorläufiger Spielplan:

11:00:            Phönix Leipzig – UV Zwigge 07
12:30:            USV Jena – UV Zwigge 07

13:30:            Challenges (alle Teams)
14:00:            Phönix Leipzig – USV Jena

15:30:            Phönix Leipzig – Phönix Leipzig (Ehemalige)

Rückblick: Vor fünf Jahren entstand Phönix Leipzig im Sommer 2010 als eine Herauslösung aus dem Leipziger Floorballverein „Partisan Connewitz“. Gerne hätten wir daher besonders dieses Team bei unserem kleinen Jubiläumsturnier zu Gast gehabt. Aber leider blieb uns eine Zusage verwehrt.

 

Schluss mit lustig

Laufen

Die neue Floorball-Saison wirft ihre Schatten voraus. Während die SBK am neuen Spielplan 2015/2016 feilt, steigt Phönix Leipzig heute in die Saisonvorbereitung ein. Das Trainer-Team hat sich für die nächsten Wochen einen ambitionierten Plan überlegt. Dafür werden auch die bei einigen wohl eher unbeliebten Laufschuhe geschnürt. Vor dem ersten Spieltag soll aber vor allem an der Konditions-Schraube gedreht werden. Aber spielerische Elemente dürfen natürlich nicht fehlen. So gastiert Phönix vor dem Saisonstart unter anderem bei einem kleinen Testturnier in Halle am 11. September, ein weiteres Freundschaftsspiel gegen einen etwa gleichwertigen Gegner soll noch geplant werden. Außerdem wartet in knapp zwei Wochen ein erster Höhepunkt des Jahres auf das Leipziger Team: Die Jubiläumsfeier: 5 Jahre Phönix.

„Der Supergau ist eingetreten“

Die Sonntags-Partie Phönix Leipzig – Wernigerode II (1:5) hat bereits vor dem Anpfiff viele Nerven gekostet. Hier nun ein Rückblick auf das kurzfristige Hin- und Her, das mit einer einzigen E-Mail begann und bei vielen Floorballern staffelübergreifend das Wochenende durcheinanderwirbelte.

IMG_8959

Freitag, 20. Februar, 16.17Uhr (noch 43 Stunden bis zum Anpfiff #PHÖWER in Salzwedel): Eine E-Mail vom SV Rotta landet im Phönix-Postfach. Inhalt: Aufgrund der Grippewelle fallen bei uns zu viele Spieler aus. Aus diesen Grund können wir am Sonntag nicht antreten. Damit ist klar: Die Floorball-Partie am Sonntag nach unserer in Salzwedel fällt ins Wasser. Memo vom Abteilungsleiter an das Phönix-Team: Rotta hat wegen Grippe abgesagt. Sehe aber für uns keine Auswirkungen.

Freitag, 17.58Uhr: Die Regionalliga-Leiterin ruft bei Phönix Leipzig an. Wegen der Rotta-Absage schlägt sie vor, nach einer Alternative für das jetzt einzige verbleibende Sonntagsspiel in Salzwedel (#PHÖWER) zu suchen. Vermutlich hatte Gastgeber Salzwedel keine Lust, einen Spieltag auszurichten, Banden aufzubauen etc., wenn sie selbst wegen der Rotta-Absage nicht spielen konnten. Die Staffelleiterin schlägt daher Gespräche mit Partisan Connewitz vor, die in der anderen Regio-Staffel spielen. Hintergrund: Partisan richtet am Sonntag ebenfalls einen Spieltag aus und zwar in Leipzig, Sporthalle an der Radrennbahn. Vielleicht könne man ja dort auch die Partie #PHÖWER mit unterbringen…

18.25Uhr: Phönix ruft bei Partisan an. Geht da was am Sonntag bei euch? Uns bliebe erheblicher Fahrtaufwand erspart und auch Wernigerode scheint Leipzig als Spielort zu bevorzugen. Doch nach erster Rücksprache zeigt sich: Partisan braucht die Halle bis 18 Uhr und vor ihnen sind Handballer in der Sporthalle. Die Versuche, in der Leipziger Sportstätte von Partisan zu spielen, scheitern. Unter Umständen wäre noch ein Spiel ab 18Uhr oder 17.30 möglich gewesen, wenngleich das für Wernigerode am Sonntagabend sicher spät geworden wäre.

18.58Uhr: Anruf bei der Staffelleiterin. Phönix: „Wir konnten keine Lösung finden und reden am morgigen Samstags-Spieltag innerhalb des Teams, wie wir das #PHÖWER-Problem am Sonntag regeln könnten.“ Viele Alternativ-Ideen kochen hoch. Ein Vorschlag: Das Spiel am 1. März in Salzwedel nachzuholen.

P13_8610

Samstag, 12.49Uhr: Unmittelbar vor unserem eigenen Heimspiel in der Radrennbahn-Sporthalle suchen wir das Gespräch mit dem dortigen Hallenwart. Es geht um Sonntag, um den Partisan-Spieltag, um #PHÖWER. Wichtigste und neueste Erkenntnis nach dem Dialog: Das Handball-Spiel am Sonntagvormittag fällt überraschend aus. Die Halle wäre also frei. Der Sonntags-Hallenwart würde 10.30Uhr die Halle aufschließen. Da Partisan am Sonntag das erste Spiel um 14 Uhr ausrichten wollte, bliebe also genug Zeit für uns Floorballer und #PHÖWER.

13.01Uhr: In der sicheren Annahme, den Papierkram mit dem Leipziger Sportamt im Nachhinein zu klären, vereinbaren wir mit der Regio-Staffelleiterin, Partisan und Wernigerode, dass #PHÖWER am Sonntag 11.45Uhr in der Radrennbahn-Halle angepfiffen werden kann. Blieb also „nur“ noch das Schiedsrichter-Problem für die Partie. Die Salzwedeler Floorballer könnte damit am Sonntag komplett die Füße hochlegen.

13.50Uhr: Als der Phönix-Abteilungsleiter gerade als Schiedsrichter für die erste Partie in der Radrennbahn-Halle das Feld betritt, reicht ihm der Hallenwart das Telefon: „Mein Chef!„. „Chef“ sagt, dass Phönix Leipzig die Halle für Sonntag nicht gebucht hat und sie deshalb morgen auch nicht vor den Partisanen betreten darf. „Wegen dem Versicherungsschutz. […] Da kann ich leider keine Ausnahme machen.“ Das Gespräch war fast schon beendet – #PHÖWER damit beinahe wieder verschoben – als dann doch noch die Einigung kam: Denn Partisan hatte die Radrennbahn-Halle am Sonntag glücklicherweise schon ab 12 Uhr gemietet (obwohl dort das erste Spiel erst 14 Uhr beginnen sollte). Unser Spiel gegen Wernigerode war damit also auch bürokratisch abgesichert. Zumal es ja auch die Absprache mit Partisan gab.

14.00Uhr: Die Phönix-Schiris pfeifen das erste Samstagsspiel in der Radrennbahn-Halle an. Weißenfels II wird Salzwedel mit 9:4 schlagen.

16.00Uhr: Das Phönix-Team tritt selbst auf das Spielfeld. Die Saalebiber 2 vom USV Halle werden mit 6:5 bezwungen. Das war knapp.

spiel_saalebib

18.10Uhr: Toll! Wir konnten die Saalebiber 2 dafür gewinnen, #PHÖWER am Sonntag ab 11.45Uhr in der Radrennbahn-Halle zu pfeifen.

 

Sonntag, 10.02Uhr: Das Spielsekretariat für #PHÖWER steht. Damit sind alle Vorraussetzungen geschaffen, das Spiel in Leipzig stattfinden zu lassen. Der Sonntags-Termin in Salzwedel kann nach der Rotta-Absage nun offiziell gänzlich ausfallen.

10.41Uhr: Eine Stunde vor dem Anpfiff #PHÖWER ruft plötzlich die Staffelleiterin bei Phönix an und sagt: „Der Supergau ist eingetreten…!“ Das klingt nicht gut. Was war passiert? Partisan Connewitz hatte für den heutigen Sonntag versehentlich falsche Anpfiff-Zeiten an die drei anreisenden Teams der Staffel 1 rausgeschickt. Deshalb gingen zum Beispiel die Weißenfelser Floorballerinnen davon aus, dass sie in der Radrennbahn-Halle ab 12 Uhr in der Pflicht sind. Genau zur gleichen Zeit wie #PHÖWER. Eigentlich sollte das Spiel Weißenfels (Damen) vs. Dresden aber erst 14 Uhr beginnen. Es wurde gescherzt, dass sich die Partien immer Drittelweise abwechseln könnten. Partisan versuchte, den Lapsus noch zu retten und zu moderieren. Vergeblich. Unsere Partie schien zwar Gott sei Dank gesetzt. Auf der anderen Seite wollten sich die Weißenfelserinnen aber nicht bis 14 Uhr gedulden und fuhren nach der Ankunft in Leipzig wieder nach Hause. Die Igels Dresden II hatten die Spieltagseinladung von Partisan offenbar nicht genau gelesen. Sie gingen von der Saisonmanager-Uhrzeit aus und dort stand 14 Uhr. Damit waren sie zum Glück nicht umsonst nach Leipzig gefahren.(Waren sie wohl doch. siehe Kommentar)

Der Rest ist schnell erzählt: #PHÖWER konnte, wie „geplant“, angepfiffen werden. Die Red Devils II gewannen mit 5:1. Partisan verlegte seine Partie etwas nach vorn, da auch ihr direkter Gegner der falsch terminierten Einladung gefolgt ist und zwei Stunden früher nach Leipzig reiste (Anpfiff 14.30 statt 16.00Uhr). Da weder Weißenfels noch das Team aus Dresden in der Radrennbahn-Halle verblieben waren, sicherte abermals spontan das Saalebiber-Schiri-Duo deren Partie ab (Endstand Partisan Connewitz – UHC Döbeln II 8:7).

Mit diesem Spieltag in Leipzig konnten wir als Phönix Leipzig unheimlich viel Fahrtweg und damit Kosten sparen. Es war ein günstiger Umstand, dass Partisan Connewitz die Halle direkt nach uns gemietet hatte. Und obwohl für uns am Sonntag Auf- und Abbau des Spielfeldes entfielen, so hatte das Wochenende einigen Floorballern doch ein paar neue graue Haare beschert.

 

 

 

 

Gerade noch so die Kurve gekriegt

spiel_saalebib

Zum ersten Spiel des Doppelspieltags hatte Phönix am Samstag die Ehre, einen Heimspieltag auszurichten. Gegner war die zweite Mannschaft der Saalebiber aus Halle, gegen die bisher eine makellose Bilanz zu Buche stand. Nach der bitteren Niederlage der letzten Woche gegen Salzwedel und der damit vergebenen letzten Chance auf einen Play-Off-Platz ging es immerhin darum den fünften Platz zu halten.
Leider wurde die Vorgabe das Spiel zu kontrollieren bereits nach 35 Sekunden von den Hallensern zu Nichte gemacht: 0:1. In der Folge passierte wenig sehenswertes, da Phönix gewohnt defensiv agierte und auch Halle seinen Vorsprung und ihre genau 10 Feldspieler schonen wollte. Zwar dominierte Phönix das Spiel weitestgehend, es sprangen jedoch kaum gefährliche Chancen dabei heraus. Zu häufig wurde der Ball hektisch nach vorne getragen oder ungenau gespielt. Immerhin gelang Mirko Körner kurz vor der Pause noch der Ausgleich durch einen gewohnt scharfen Distanzschuss.
Das zweite Drittel begann ähnlich und in der 27. Minute war es Tobias Schulze, der durch einen Bauerntrick die Gegnerische Abwehr und den Torhüter überlisten konnte. Wer jetzt dachte, dass damit der Knoten endlich geplatzt wäre, wurde durch zwei Hallenser Kontertore innerhalb von eineinhalb Minuten eines Besseren belehrt. Erneut war es Tobias Schulze, dem das 3:3 durch einen Volleyschuss gelang. Zur zweiten Drittelpause stand es nun also wieder unentschieden.
Zum letzten Drittel wurde nun die Parole ausgewiesen, etwas offensiver zu agieren und den Gegner eher beim Spielaufbau zu stören. Relativ schnell fiel dann auch das 4:3 durch Elias Dannenberg in der 42. Spielminute, welches jedoch sechseinhalb Minuten später abermals egalisiert wurde. Die 56. Minute verlief dann am Ereignisreichsten: Zuerst konnte Elias Dannenberg mit seinem zweiten Treffer die abermalige Führung für Phönix markieren. Nach einer wuseligen Situation neben unserem Tor ging Verteidiger Tino Pagel nach einem Schlag mit dem Schläger mit einer Platzwunde über dem linken Auge zu Boden. Noch während er draußen von Mannschaftsarzt René Wildgrube verarztet wird, gelingt Jan Ladiges die erstmalige 2-Tore-Führung. Das Spiel blieb jedoch immer noch spannend, auch weil Halle nach einem Konter in der letzten Spielminute den Anschlusstreffer zum 6:5 schießt. Immerhin gelang es Phönix, am Ende das Ergebnis die letzten 27 Sekunden über die Zeit zu bringen und die drei Punkte zu Hause zu behalten. Phönix… ähhh Schwein gehabt.
–>Fotos

Die Überraschung bleibt aus, Salzwedel-Fluch geht weiter

salzwedelfeb15

Im Spiel gegen Salzwedel wollte Phönix mit einem Sieg seine Play-Off-Chancen wahren. Nach guten Leistungen in den letzten Spielen und dem engen Hinspielergebnis war man guter Hoffnung, endlich gegen die Grizzlys den ersten Sieg in der Vereinsgeschichte landen zu können und ging entsprechend hochmotiviert in die Partie.

Doch der Auftakt verlief wenig erfreulich. Mit einem Distanzstanz in den rechten oberen Winkel ging die Floorballer aus dem Norden von Sachsen-Anhalt bereits in der 5. Minute in Führung. Den mal wieder in grün spielenden Phönixen gelangen im ersten Drittel kaum gefährliche Abschlüsse auf das gegnerische Tor. Dagegen hatte Salzwedel weitere gute Möglichkeiten, die Arti gut abwehren konnte. Kurz vor Ende des ersten Drittels gelang den Leipzigern jedoch etwas überraschend der Ausgleich. Paul passte in den Slot, wo Marcus abstaubte: 1:1. Kurz darauf hatte Phönix Überzahl, welche gut gespielt wurde. Doch leider blieb der Torerfolg zur Führung unglücklich aus. Weitere Wermutstropfen waren der krankheitsbedinge Ausfall von Jan nach den ersten 20 Minuten und wenig später von Max nach einem Schlag gegen das Knie.

Zweites Drittel, gleiches Bild: Salzwedel setzte sich häufig in Eins gegen Eins Situationen durch und kam zu zahlreichen Gelegenheiten. Phönix tat sich schwer, spielte jedoch etwas besser als im 1. Drittel. Dann der Rückschlag: Der erneute Rückstand in der 30. Minute: 1:2. Phönix hatte wenig später in Überzahl Chancen zum Ausgleich. In dieser fand der Ball den Weg aber nicht ins gegnerische Tor, stattdessen konterte Salzwedel nach einem Ballverlust zum 3:1. Mit diesem ernüchternden Spielstand ging es in das letzte Drittel.

Die Feuervögel hatten nun nichts mehr zu verlieren und drängten Salzwedel in die eigene Hälfte. Die Folge waren Ballgewinne und Torchancen – die beste Phase von Phönix. Doch irgendwie wollte der Ball nicht über die Linie. In eigener Überzahl verlor Mirko dann bei einem Konter im Zweikampf den Schläger und verhinderte das wahrscheinliche Gegentor per Fußkick. Die Folge: Penalty für Salzwedel. Zwar parierte Arti diese  Aktion nerventstark, damit waren Mirko aber die zwei Minuten auf der Strafbank sicher. Es ging weiter mit vier Feldspielern auf beiden Seiten und jeder Menge Unordnung in den Phönix-Reihen. Salzwedel schoss weitere zwei Tore, 5:1. Die Chancen schwanden, Phönix kämpfte trotzdem weiter und wurde mit Tobi’s Tor zum 5:2 in der 53. Spielminute belohnt. Das war’s dann aber auch. Salzwedel erhöhte acht Sekunden vor Spielende auf noch einmal auf 6:2.

Salzwedel geht als verdienter Sieger aus der Partie, hätte sogar zweistellig gewinnen können, wenn sie seltener an sich selbst oder an Goalie Arti gescheitert wären. Die Hansestädter hatten die besseren Einzelspieler, die den Phönixen sowohl physisch als auch technisch überlegen waren. Für Phönix sind die Pay-Off-Träume damit begraben.

Frühschicht in der Banker-Stadt

Achtung, Wortspielalarm: Phönix Leipzig mimt am kommenden Samstag den frühen Feuervogel und fährt noch vor Sonnenaufgang zum nächsten Regio-Duell. Es geht darum, den halleschen Saalebibern drei Punkte abzujagen. So zeitig wie noch nie müssen die Phönixe ab 9 Uhr auswärts auf das Parkett, um die zuletzt bissigen Saalebiber aus Halle im Zaum zu halten. Immerhin brauchen sich die Leipziger für das Punktspiel am Wochenende nicht ganz so weit ins benachbarte Bundesland zu begeben: Es geht nach Weißenfels in die Stadt der Banker, dem UHC Sparkasse Weißenfels. Ausrichter ist dort die Zweite Mannschaft des Deutschen Vize-Meisters.

saalebiber_vorab
Der nächste Phönix-Gegner: Die Saalebiber des USV Halle II (weiß)

Die Weißenfelser waren vor wenigen Tagen gezwungen, den Zeitplan wegen Hallenproblemen noch einmal durcheinanderzuwirbeln. Deshalb spielt Phönix am Samstag statt zum High Noon nun überraschend zur besten Frühstückszeit.

Sollten die punktgleichen Teams, Leipzig und Halle, zu dieser Zeit ausgeschlafen auftreten, dann dürfte es ein Floorball-Duell auf Augenhöhe werden. Denn die Saalebiber präsentierten sich zuletzt in guter Form, klauten den Grizzlys aus Salzwedel am vergangenen Spieltag beinahe einen Punkt (5:6). Ihre Team-Mischung aus jungen Nachwuchskräften und erfahrenen Hasen wirkt in diesem Jahr stärker als in der Vorsaison, als Phönix mit jeweils 15 Toren die Biberbauten durchlöcherte. Der Weg zum zweiten Saisondreier könnte für Phönix also ein mühsamer Weg werden.

Zumindest die Statistik spricht aber schonmal für die Leipziger: Phönix hat mit seinen roten Trikots noch nie verloren.