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Verbandsliga-Vizemeister! Nur Dresden II ist eine Nummer zu groß

pokalDank des Sieges gegen der USV Halle in Halle hatte Phönix Leipzig eine kleine Erholungspause bevor es gegen Dresden um den Gesamtsieg der Verbands Liga ging. Eine Pause, die dringend notwendig war, denn die Manschaft aus Dresden war mit 16 Feldspielern den 10 Phönixspielern nichtnur zahlmäßig überlegen, sie hatten sich mit Henk Frühauf auch noch Verstärkung aus der „alten Garde“ von Phönix „eingekauft“.

Das Spiel begann und beiden Mannschaften war das vorangegangene Spiel kräftemäßig anzumerken. Der Ball wurde sicher in der Verteidigung hin und her gespielt und beide Teams versuchten in den ersten Minuten ins Spiel reinzukommen und gleichzeitig die Kräfte einzuteilen. Phönix stand in der Defensive sehr kompakt und konnte über lange Pässe in die Ecken immer häufiger in den Dresdner Strafraum vordringen. In der fünften Spielminute gelang es dann Felix Hilla Phönix Leipzig im Finalspiel in Führung zu bringen.

In der 11 Minute wurde ein Distanzschuss von Dresden sehr unglücklich von zwei Spielern abgefälscht und landete im Tor der Leipziger- Ausgleich. Ein sehr ärgerliches Eigentor, da die Phönixer Defensive seit der Führung nur wenig zugelassen hatte. Das Glück war auch weiterhin nicht auf der Seite von Leipzig. Nicht mal drei Minuten später konnte Dresden seine Führung mit einem Tor ausbauen, welches die meisten der Anwesenden wegen hohem Stock nicht gegeben hätten…die meisten, aber eben nicht alle… und so lag Phönix mit 1:2 zurück.

Leipzig ließ sich durch die beiden doch eher unglücklichen Tore nicht verunsichern, hatte man doch erst vor wenigen Stunden einen ähnlichen Rückstand gegen Halle gedreht und forderten den gegnerischen Torwart mit vielen Angriffen heraus. Leider gelang trotz aller Bemühungen der Ausgleich nicht. Das Finale war bis dato ein Spiel auf Augenhöhe, beide Teams investierten die verbleibenden Kraftreserven um den Gegner keine Chancen zu geben. Obwohl Phönix wegen Bodenspiel des Kapitäns Rene Wildgrube eine zwei Minuten Strafe erhielt, fiel das einzige Tor des zweiten Drittels erst in der letzten Spielminute. Dem in der Verteidigung spielenden Maximilian Wagner wurde ein Pass vor der Nase entlang gespielt und folgerichtig zur 3:1-Führung für Dresden verwandelt. Für das bis dahin torarme Spiel waren zwei Tore Rückstand viel, jedoch hatten die Stürmreihen viele gute Angriffe gehabt, die meist an einem zu schwachen Abschluss oder einer Glanzparade des Dresdner Golies scheiterten. Ein Sieg war nach wie vor möglich, jedoch mussten endlich mal ein paar Tore für Phönix fallen.

Dresden reißt das Spiel an sich

Die ersten 7 Minuten des letzten Drittels liefen jedoch für Leipzig vernichtend. Ob es kann der fehlenden Kraft, der fehlenden Konzentration oder einer gesunden Mischung aus beiden lag, kann man nicht sagen. Eins jedoch ist sicher: Dresden traf in der dritten, vierten und siebten Spielminute und brachte das gesamte Leipziger Spiel ins taumeln. Nach diesem floorballerischen Blackout erholte sich Phönix zwar wieder, konnte jedoch gegen eine 6:1 Führungs Dresdens nichts mehr ausrichten. Dresden verwandelte noch einen Penalty zum 7:1 Endstand und gewannen dadurch verdient den Verbandsliga Pokal.

Das Team von Phönix Leipzig blickt auf eine sehr erfolgreiche Session zurück. Mit nur einer Niederlage wurde man unangefochtener Staffelsieger und konnte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in ein Playoff Halb- und Finale einziehen. Es sind viele neue Spieler dazugekommen, neue Trainer haben das Ruder übernommen und zum ersten Mal spielte Phönix Leipzig sowohl Klein- wie auch Großfeld. Und obwohl die Kleinfeldplayoffs erst Anfang Mai starten, war es schon jetzt eine Session mit vielen Rekorden auf die man stolz zurückblicken kann. Man darf gespannt sein, was die kommende Session bringen wird.

Phönix Leipzig mit:[T] Julian Hofer, Maik Biedermann, Elias Dannenberg, [C] René Wildgrube, Paul Moritz, Maximilian Wagner, Tommy Kürschner, Patrick Reichelt, Tobias Schulze, Felix Hilla, Jakob Neumann

1. Drittel:
4:15 0:1 Felix Hilla Phönix Leipzig
10:48 1:1 Eigentor USV TU Dresden II
13:39 2:1 Volker Westhaus (Jakob Heilmann) USV TU Dresden II
2. Drittel:
5:38 2′ (Bodenspiel) René Wildgrube Phönix Leipzig
18:59 3:1 Pavel Skazko (Jakob Heilmann) USV TU Dresden II
3. Drittel:
2:01 4:1 Sebastian Dienerowitz (Clemens Straube) USV TU Dresden II
3:08 5:1 Ricardo Franze USV TU Dresden II
6:43 6:1 Marc Kellermann USV TU Dresden II
7:42 2′ (Stockschlag) Edwin Achten USV TU Dresden II
10:45 7:1, Penalty Volker Westhaus USV TU Dresden II
16:38 2′ (Anheben des Stocks) Sebastian Dienerowitz USV TU Dresden II
17:05 2′ (Stockschlag) Felix Hilla Phönix Leipzig

–>Rückblick: Der Halbfinalerfolg
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–> Der Dresdner Jubel (extern)

USV Jena zu stark für Phönix, TU Dresden nicht

Phönix rannte vergeblich gegen die auf Revanche erpichten Jenaer an.

Nun war es endlich soweit. Der ursprünglich für Januar geplante Spieltag in Döbeln fand statt. Im ersten Spiel hieß der Gegner USV Jena, den man im Hinspiel knapp schlagen konnte. Das Spiel startete wenig verheißungsvoll. Bereits in der zweiten Spielminute erhielt Phönix eine 2-Minuten-Strafe, da der gut haltende Goalie bei einer Rettungsaktion aus dem Torraum rutschte.

Diese Überzahl nutzte Jena sogleich zum 1:0. Phönix hatte Probleme sowohl in der Offensive als auch in der Defensive mit dem Gegner und mit sich selbst. Nach dem 1:1-Ausgleich durch Henk (Assist: Jan) in der 5. Minute dachte man: Jetzt kann es los gehen. Doch folgten dem Ausgleich zwei schnelle Gegentore. Bis zur Halbzeit vergrößerte Jena den Vorsprung auf 6:1. Die Besprechung in der Halbzeit schien Früchte zu tragen. So startete man taktisch verbessert in die zweite Hälfte und konnte das Spiel etwas offener gestalten. Mehr als das 2:6 durch Karsten sollte Phönix jedoch nicht gelingen. Am Ende wurde es eine deutliche 2:9-Niederlage und der Staffelsieg war damit futsch. Positiv am Phönix-Spiel fielen die kämpferische Einstellung und die Moral des Teams auf, negativ die taktischen Defizite.
Das zweite Spiel des Tages gegen die TU Dresden schien von der Formkurve für Phönix auch nicht einfacher zu werden. Phönix verlor seine letzten drei Ligaspiele, während Dresden seine letzten drei Partien u.a. gegen Jena gewann. Die Partie startete ähnlich schlecht. Bereits nach 47 Sekunden zappelte der Ball im Phönix-Netz. Doch zeigte Phönix Kämpfer-Qualitäten und drehte den Spielstand wenig später durch Maik und Marcus zu seinen Gunsten. Es entwickelte sich ein kampfbetontes, faires Spiel in dem beide Mannschaften zunächst auf die Sicherung der Defensive aus waren. Chancen gab es jedoch hüben wie drüben von denen Dresden in der ersten Hälfte noch eine zum 2:2-Ausgleich nutzte. Dann, wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene lief Jan nach einem Abwurf durch Pavel alleine auf das gegnerische Tor zu, umspielte den Torwart, verlor das Gleichgewicht und erhielt anstatt das Tor zu erzielen 2 Minuten für Bodenspiel. Nun hatte er die gesamte Pause Zeit sich zu ärgern. Doch ob’s ein Unglück ist – wer weiß.

In Unterzahl, welches die defensive Grundeinstellung von Dresden etwas lockerte, erzielte Karsten (Assist: Marcus) kurz nach Wiederanpfiff die erneute Führung. Auch auf das Kontertor von Maik zum 4:2 hatte Dresden eine Antwort und verkürzte wieder auf 4:3. Das 5:3 durch Jan in der 36. Spielminute brachte Erleichterung, das 6:3 durch Stefan (Assist: Jan) Gewissheit und der Schlusspfiff Jubel und Siegerbier.

Den Treffer des Tages erzielte jedoch der Dresdner Sebastian, der mit einem fulminanten Schuss zwar nicht das Phönix-Tor, aber stattdessen den Basketballkorb an der Längsseite des Spielfeldes traf und dafür großen Applaus erntete. Der Schiedsrichter zeigte es mit der Hand an: Das war ein klarer Dreier.

–> ein paar Bilder der Partien
–> Spielprotokolle (gegen gegen Dresden, gegen Jena)
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Wer sind unsere KF-Playoff-Gegner? GF-Finale am Samstag

Während Phönix Leipzig weiter auf ein festes Datum für den noch offenen Spieltag wartet, neigen sich alle anderen Ligen langsam dem Saisonende entgegen. In der Staffel 2 der Kleinfeld-Regio-Liga ist einen Spieltag vor dem Hauptrundenschluss noch völlig offen, wer mit welcher Ausgangslage in die Playoffs geht. Staffelfavorit sind hier die Magdeburger.

In der Regio-Großfeld findet am Wochenende das Playoffs-Finale statt. Nachdem im Viertelfinale alle vier drei Teams aus Sachsen-Anhalt rausgekegelt wurden, spielen nun vier sächsische Teams, inklusive Überraschungs-Halbfinalist UV Zwigge 07, am Samstag in der erneuerten Leplayhalle in Leipzig die Regio-Meisterschaft im Großfeld aus.

Phönix back on top

Das konnte man getrost als fantastisches Preis-Leistungsverhältnis bezeichnen, was sich da am vergangenen Samstag beim Heimspieltag unserer Phönixe in der Diderotstraße den Zuschauern bot. Mit der schlechtesten Saisonleistung sicherte sich Phönix sechs Punkte und somit die Tabellenführung in der Kleinfeld-Regionalliga.

Im ersten Spiel des Tages trafen unsere Phönixe auf den Tabellenletzten aus Oelsa. Gegen das junge und unerfahrene Team war nichts anderes als ein Sieg zu erwarten, welcher letztendlich mit 14-5 auch erreicht wurde. Die Art und Weise, auf welche diese drei Punkte erreicht wurden, war jedoch für den FBC äußerst schmeichelhaft. Viele Unkonzentriertheiten im Spielaufbau ließen den eigentlich vollkommen unterlegenen, aber hart kämpfenden Gegner immer wieder ins Spiel kommen. So konnte man nach den ersten 20 Minuten des Spiels mit einem in keinster Weise zufriedenstellenden 8:5 nur kopfschüttelnd diskutieren, was hier falsch gelaufen ist. Vor allem die Abwehrleistung war gekennzeichnet von vielen Nachlässigkeiten. Ersatztorhüter Marcus Barthel, welcher aufgrund des Ausfalls unserer beiden etatmäßigen Goalies Fuhrmann und Jennek in seiner Tätigkeit als Feldspieler pausieren musste, wurde von seinen Vorderleuten viel zu oft allein gelassen, sodass man froh sein musste, dass man zumindest im Angriff für genug eigene Tore sorgen konnte.

In der zweiten Hälfte stand Phönix in der Defensive zwar sicherer, wirkte aber nunmehr im Angriff häufig zu ungestüm. Viele 100-prozentige wurden liegen gelassen, da man zu häufig Eins-gegen-Eins-Situationen suchte und vor dem gegnerischen Tor die Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ. Lichtblicke gewährte hier vor allem unsere erste Reihe um Ladiges, Frühauf und Schröter, welche als einzige an ihre guten Leistungen in den vergangenen Spielen anknüpfen konnte sowie unser Neuzugang Max Wagner, der in seinem ersten Spiel für die Phönixe gleich seine Torprämiere feiern konnte.Für Phönix trafen in diesem Spiel weiterhin Krämer (4),Frühauf (4),Ladiges (2/2), Fischer (2/1) und Wildgrube (1).

Bevor unsere Phönixe ihr zweites Spiel an diesem Tage bestreiten durften, standen zunächst zwei Partien des Play-Off Konkurrenten Zwigge auf dem Spielplan, welche die Südwest-Sachsen jeweils deutlich mit 8:2 gegen TU Dresden und 26:0(!) gegen Oelsa für sich entscheiden konnten. Speziell der fulminante Auftritt gegen die komplett überforderten Oelsaer verdeutlichte uns nochmals, das die eigene Leistung vom Vormittag den Ansprüchen der Liagspitze nicht genügen konnte.

Nach beinahe dreistündiger Pause durften um 15.00 Uhr auch die Phönixe endlich wieder das Spielfeld betreten. Gegen den Gegner von der TU Dresden wollte man, neben dem Sieg auch die negativen Eindrücke der ersten Partie vergessen machen. Um vor allem die Defensive zu stärken, änderte man das System von drei auf zwei Reihen, sodass neben der Reihe um Ladiges, Frühauf und Schröter zunächst ein weiterer starker Block um Krämer, Schmid und Pagel das Spielgeschehen zugunsten von Phönix gestalten sollte. Das Spiel wirkte infolge dieser Umstellung um ein Vielfaches konzentrierter. Aus einer kontrollierten Defensive heraus, schaffte man es nun besser ein eigenes Spiel aufzubauen und gezielte Angriffe zu fahren, welche jedoch zu selten zu einer unmittelbaren Gefahr für das gegnerische Tor führten. Mit einer souveränen aber zu niedrig ausfallenden 2-0 Führung hing man schließlich in die Pause. Die guten Ansätze verflüchtigten sich jedoch im Verlauf der zweiten Hälfte zunehmend. Wiederum Fehler im Spielaufbau und der Abwehrarbeit brachten den Gegner aus dem Elb-Florenz zurück in ein Spiel, an welchem sie bis dahin kaum teilgenommen hatten. Es entwickelte sich im weiteren Verlauf ein ausgeglichenes Spiel, in welchem beide Seiten jeweils dreimal über Tore jubeln konnten und Phönix letztlich mit 5-3, drei weitere Punkte an diesem Spietag einfuhr. Die Tore in diesem Spiel erzielten Krämer, Pagel, Schmid, Ladiges und Biedermann.

Bei Phönix muss man sich nach den gezeigten Leistungen klar machen, dass man sich in den letzten vier Spielen der Saison gegen die direkte Play-Off-Konkurrenz deutlich steigern muss. Mit einer Leistung, wie der vom vergangenen Samstag, wird es nähmlich sehr schwer werden, Punkte aus den Spielen gegen Zwigge, Jena und Döbeln zu holen. Wenn es das Team jedoch wieder schafft an die guten Leistungen aus den vergangenen Spielen anzuknüpfen, dürfte die Mission Staffelsieg jedoch weiterhin fest ins Auge gefasst werden können.

Unsere beiden Ergebnisse:
Phönix Leipzig SG Oelsa 14:5 (8:5;6:0)
USV TU Dresden Phönix Leipzig 3:5 (1:2;2:3)

–> Bilder der Partien

Von hohen Erwartungen und vergebenen Chancen

Zwei Spiele, null Punkte und 6:13 Tore: Hat Phönix gegen Dresden seine Playoffs-Chance verspielt?

„Genau die Kraft, die gefehlt hat um einen Sieg zu erringen, braucht man, um eine Niederlage zu verkraften.“ – Ernst R. Hauschka

Unterlagen wir dem USV TU Dresden vor vier Wochen noch deutlich, so sollte die Neuauflage des Spiels am Sonntag in Chemnitz mit einem anderen Ergebnis und der Sicherheit eines vorderen Tabellenplatzes enden. Die Zuschauer mögen aufgrund eines spannenden Spiels im Nachhinein zufrieden gewesen sein, die SpielerInnen von Phönix waren es keinesfalls.

Aber der Reihe nach:

Mit einer anderen Ein- und Aufstellung als im Hinspiel ging es aufs Feld, doch erwischte der USV den besseren Start. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Benni für Dresden einnetzen konnte. Phönix wehrte sich und zeigte teilweise schöne Passkombinationen, doch sollte es Johannes erst in der 11.Minute vergönnt sein, das Ausgleichstor zu erzielen. Dass auch die Abwehr torgefährlich sein kann, wenn sie sich in den Angriff einschaltet, machte Tino 20 Sekunden vor Abpfiff des ersten Drittels deutlich, so dass mit einem 2:1-Pausenzwischenstand die Ansprache von Johannes entspannt verlief.

Zu Beginn des zweiten Drittels waren es erneut die Dresdner, die zuerst jubeln durften, doch Phönix konnte sich wieder einmal auf Topscorer Johannes verlassen, der, sowohl nach schönem Alleingang als auch mit einem cleverem Zuspiel auf den (zwei-)kampfstarken Jan, einen vermeintlich komfortablen Vorsprung zum 4:2 für den FBC erarbeiten konnte.

Ob sich die Leipziger danach zu sehr in Sicherheit wägten, ob es die fehlende Erfahrung und Konzentration oder das fehlende Quäntchen Glück/Können beim Torabschluss war, was den Floorballclub aus Leipzig hat verlieren lassen, muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden.

Die Dresdner schafften es jedenfalls das Spiel innerhalb von drei Minuten zu drehen. Das 5:4 für Dresden in der 52. Minute nach vorherigem Abwehrfehler hat einige fassungslose Gesichter auf der Leipziger Auswechselbank hervorgerufen. Keine Minute später passierte dem sonst so clever agierendem Tino ein Handspiel, wofür er mit einer 2-Minuten-Strafe auf die Strafbank geschickt wurde. Die TU-Spieler nutzten ihre Überzahl und Torwart Peter musste in der 55. Minute erneut hinter sich greifen. Phönix nahm daraufhin eine Auszeit, um taktisch umzustellen und das Spiel eventuell doch noch zu drehen. Zu loben sei hier die kämpferische Einstellung, da nach erneuter 2-Minuten-Strafe in der 59. Minute noch in Unterzahl ein Tor zum 5:6 gelingen konnte, jedoch half diese Ergebniskorrektur letztendlich nicht.

Zudem verlor der USV TU Dresden in seinem zweiten Spiel des Tages gegen die 2. Mannschaft des SC DHfK, wodurch das Mittelfeld der Tabelle nun noch enger zusammengerückt ist. Lassen wir den Optimismus siegen! 😉

1. Drittel:
1:46 Tor 1:0 Benjamin Gehlert (Marco Wiedermann) USV TU Dresden
10:53 Tor 1:1 Johannes Wurlitzer FBC Phönix Leipzig
19:41 Tor 1:2 Tino Pagel FBC Phönix Leipzig
2. Drittel:
25:24 Tor 2:2 Ralph Wittwer USV TU Dresden
33:56 Tor 2:3 Johannes Wurlitzer FBC Phönix Leipzig
3. Drittel:
40:11 Tor 2:4 Johannes Wurlitzer (Jan Ladiges) FBC Phönix Leipzig
49:15 Tor 3:4 Ralph Wittwer USV TU Dresden
51:36 Tor 4:4 Eigentor USV TU Dresden
52:00 Tor 5:4 Benjamin Gehlert (Ralph Wittwer) USV TU Dresden
52:43 Strafe 2′ Tino Pagel FBC Phönix Leipzig
54:23 Tor 6:4 Lars Drießnack (Johannes Storm) USV TU Dresden
57:20 Strafe 2′ Tino Pagel FBC Phönix Leipzig
58:08 Tor 6:5 Johannes Wurlitzer (Anne Haase) FBC Phönix Leipzig

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Dresden stoppt den Phönix-Höhenflug (vorläufig)

Sieben gelbe Tore sorgen für lange Gesichter bei den Grünen
Sieben gelbe Tore sorgen für lange Gesichter bei den Grünen

Wer zu spät kommt, den bestraft das Team aus Dresden. Dieser leicht abgewandelte Satz von Michail Gorbatschow kann als Essenz der heutigen 1:7 Niederlage festgehalten werden. Denn obwohl die Phönixe nach den recht zahlreichen Ausfällen (von Wurlitzer über Woldt bis hin zu Haase und Weiland) eigentlich oft dran am Gegner waren, so doch meistens eins, zwei Schritte oder Sekunden zu spät. Im Großen und Ganzen war jedoch gegen die gut stehenden und eingespielt agierenden Elbestädter aber ebenso wenig zu gewinnen, wie damals von Gorbatschov mit Glastnost und Perestroika. Glastnost, Öffnung, war leider auch das Stichwort der heutigen Abwehrleistung, nicht nur, aber wesentlich in Folge der Perestroika (der Umgestaltung), die am Kader auf Grund der vielen Fehlenden vorgenommen werden musste. Dabei feierte Sebastian sein durchaus vielversprechendes Phönixdebüt in der Abwehr, während Tino zunächst im Sturm für genau den Wirbel sorgen sollte, den er sonst von der Abwehr her entfacht.

Fassen wir die Drittel kurz zusammen: Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen kam hier das Positive zu Anfang, nicht zum Schluss. Phönix begann konzentriert und schon in der dritten Minute konnte Jan sein drittes Saisontor nach Vorlage von Fleur feiern. Es sollte das einzige Torerlebnis der Leipziger bleiben. Zunächst stand die Abwehr auch gut und sicher, wenngleich im Verlaufe des Drittels der Druck der Dresdner kontinuierlich zunahm. Doch noch hielt die Abwehr um die Verteidiger-Paare Locke/Wranik und Unger/Winzler den Laden von Peter Fuhrmann dicht.

Das änderte sich dann nach knapp acht Minuten im zweiten Drittel, als Wittwer zum Ausgleich einschieben konnte. Gleich zwei Minuten später zappelte der Lochball erneut im Netz der Leipziger, wodurch zunehmend mehr Unruhe und Unsicherheit ins Spiel kamen. Zwar konnten die Angriffe der Dresdner über einige Minuten paroli geboten werden, aber deren doch recht aggressives Spiel und eine fehlende Entlastung im Sturm führten zu zwei weiteren Gegentoren noch vor der Schlußsirene des zweiten Drittels. Dabei fiel immer wieder auf, das individuelle Fehler der Abwehr oder beim Wechseln, diese Tore wesentlich begünstigten. Teilweise waren diese Fehler provoziert durch die Aggressivität der Dresdner, teilweise aber auch selbst durch eine zunehmende Unsicherheit des ganzen Teams verschuldet. Dass manche der Schüsse quasi quasi bananen- oder gurkenmäßig (also krumm) den Weg ins Tor fanden, ändert nichts an der Überlegenheit und Systematik der cleveren Elbestädter, die durch kluges und effektives Passspiel gerade in und um den Slotbereich von Goalie Fuhrmann die Phönixabwehr zum Schwimmen brachten.

Zudem wurde auch körperlich wenig der drohenden Niederlage entgegengesetzt. So konnte im dritten Drittel der Schaden mit drei Gegentoren, welche alle innerhalb der ersten zwölf Minuten fielen, noch in Grenzen gehalten werden. Erst gegen Ende fand man zu einer gewissen Sicherheit und dem Angriffsvermögen des Anfangsdrittels zurück, womit sich der Kreis dann auch schließt.Vielleicht insgesamt eine zu hohe Niederlage, wenn auch verdient.

Alles in Allem ging den Phönixen nach dem ersten Drittel genau so die Luft aus wie Gorbatschow und dem real existierenden Kommunismus Ende der 80er Jahre. Aber im Gegensatz zu diesem gibt es für die Leipziger die Revanchegelegenheit am 20. Februar in Chemnitz (vormals Karl-Marx-Stadt), dann mit mehr Mann an Bord und frischem Wind in den Flügeln.

Dann heißt es hoffentlich: Wer zu spät kommt, den bestraft der Phönix ;).

 

1. Drittel:
2:33 Tor 1:0 Jan Ladiges (Florian Fischer) FBC Phönix Leipzig
2. Drittel:
7:56 Tor 1:1 Ralph Wittwer (Lars Drießnack) USV TU Dresden
9:05 Tor 1:2 Lars Drießnack (Albrecht Miletzky) USV TU Dresden
15:16 Tor 1:3 Lars Drießnack (Albrecht Miletzky) USV TU Dresden
18:38 Tor 1:4 Ralph Wittwer USV TU Dresden
3. Drittel:
7:15 Tor 1:5 Ralph Wittwer USV TU Dresden
7:54 Tor 1:6 Stefan Hoppe (Albrecht Miletzky) USV TU Dresden
11:24 Tor 1:7 Lars Drießnack (Albrecht Miletzky) USV TU Dresden

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